Asphaltmischwerk im Gewerbegebiet Osterwiesen

Das Unternehmen Bunte aus Papenburg will im Gewerbegebiet Osterwiesen in Winsen ein Asphaltmischwerk errichten. Für die Genehmigung ist das Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg zuständig.

  1. Es fehlen Unterlagen zu den Emissionen und zur Problematik von Quecksilberanfall (Verbrennung von Braunkohlestaub).
  2. Es ist damit in Laßrönne und Tönnhausen mit erheblichen Geruchsbelästigungen (Teer) zu rechnen.
  3. Bei der Höhe der Anlage in den Osterwiesen bestehen erhebliche Bedenken.
  4. Lkw-Verkehr von 70 pro Tag kann nicht stimmen. Nach Betreiberangaben können 320t pro Stunde herstellt werden, das entspricht 15 Lkw plus Leerfahrten = 30 Lkw pro Stunde. Dazu kommen Materialtransporte (Gestein, Braunkohlenstaub, Schweröl) und die Leerfahrten dazu. Insgesamt können so ca. 70 Lkw pro Stunde zusammenkommen.
  5. Eine Ansiedlung in einem anderen Gewerbegebiet – auch außerhalb Winsens – erfolgte wegen der Höhenbegrenzungen in den Gewerbegebieten nicht. Im Gewerbegebiet Osterwiesen besteht kein Bebauungsplan mit Höhenfestsetzungen. Einen Befreiungsantrag der Festsetzungen im Bebauungsplan hätte die Stadt allerdings nicht zu genehmigen brauchen. Die Firma Bunte hat hier mit der der Firma Manzke eine Lücke gefunden. Wenn die Stadt dem Vorhaben nicht zugestimmt hätte, wäre die Einvernehmensersetzung durch das Gewerbeaufsichtsamt reine Formsache gewesen. Diese Darstellung ergab sich, nachdem die GRÜNE/LINKE-Gruppe im Verwaltungsausschuss beantragte, grundsätzlich nur eine Ansiedlung im Gewerbegebiet Luhdorf direkt an der Autobahnabfahrt und die Ablehnung im Gewerbegebiet Osterwiesen zu beschließen. Da aber in Luhdorf im Bebauungsplan eine Höhenbeschränkung gilt, konnte das Werk dort so nicht einfach genehmigt werden. es zeigt sich, dass hier mindestens eine Zurückstellung bis zur nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses, wenn nicht sogar eine Veränderungssperre hätte beschlossen werden sollen.

Weiterhin wollte die GRÜNE/LINKE-Gruppe, dass anstatt des Einsatzes von Braunkohlenstaub und Schweröl Gas eingesetzt wird. Die Firma Bunte lehnt den Einsatz von Gas als zu teuer ab. Dafür dürfen die Bürger das Risiko von Quecksilberemmissionen tragen.

Weitere Infos auf der Seite Bürgerprotest Stadthagen

Bernd Meyer

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