Share Economy: Ökologische Chancen nutzen

… und Teilen statt Besitzen unterstützen. – So lautete der Titel eines Antrags der GRÜNEN-Bundestagsfraktion. Der bekannteste Baustein einer solche „teilenden Wirtschaft“ ist wohl das Car-Sharing, das auch in Winsen anzutreffen ist – es stehen 2 Pkw auf dem Parkplatz am Schlossring. Daneben gibt es aber eine Vielzahl weiterer Modelle und inzwischen auch eine Debatte darüber, ob man bei erwerbswirtschaftlichen Unternehmungen tatsächlich noch vom „Teilen“ sprechen könne. Zur Debatte über diese „neue“ Wirtschaftsform im Bundestag hat Julia Verlinden, MdB am folgende Presseerklärung abgegeben:

Teilen statt besitzen – Ökologische Chancen der Share Economy nutzen

Immer mehr Menschen probieren neue Formen des Wirtschaftens aus. Teilen, Tauschen und Nutzen statt Besitzen schont Ressourcen und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diesen positiven Trend wollen wir Grüne unterstützen und so auch die ökologischen Chancen dieser neuen Wirtschaftsmodelle nutzen.

Um die Share Economy zu fördern, muss die Bundesregierung bestehende Vorschriften überprüfen und überarbeiten, die das gemeinsame Nutzen von Gütern und Dienstleistungen im Rahmen eines fairen Wettbewerbs einschränken. Das gilt zum Beispiel für das bestehende Personenbeförderungsgesetz, damit unterschiedliche Formen geteilter Mobilität größere Freiräume bekommen. Wir dürfen dabei allerdings nicht zulassen, dass soziale Standards und Verbraucherrechte auf Kosten von Kunden und Beschäftigten unterlaufen werden.

Außerdem wollen wir GRÜNE bürokratische Vorgaben insbesondere für Genossenschaften abbauen und sicherstellen, dass mehr Geschäftsvorgänge elektronisch abgewickelt werden können. Als gemeinnützig anerkannte Vereine und GmbHs soll es damit leichter gemacht werden, die Vorgaben der Finanzämter und anderer Behörden zu erfüllen.

Das blinde Festhalten an der Wachstumsideologie führt in die Sackgasse. Stattdessen brauchen wir neue und nachhaltigere Formen des Wirtschaftens, um Wohlstand und Lebensqualität auch für künftige Generationen zu bewahren.

Für die Große Koalition ist der Begriff Share Economy offensichtlich nur ein Platzhalter für Uber und Airbnb. Die Vielfalt der Szene und die zahlreichen, innovativen Social Entrepreneurs und grüne Gründungen sieht sie nicht.

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