Eine neue Haltung

4. Teil einer Reihe von Beiträgen zur Bundestagswahl von Eike Harden.

Frage

Was wollen die GRÜNEN in der Landwirtschaft erreichen?

Antwort

Diese Antwort ist einmal verhältnismäßig kurz zusammenzufassen:

  1. Wir GRÜNE wollen die Gesundheit der Bürger*innen und die Natur schützen, nicht die Profitinteressen von Agrokonzernen. Der Einsatz von Giften und Gentechnik müssen gestoppt werden. Pestizide dürfen nur zugelassen werden, wenn die Hersteller die Ungefährlichkeit für den Menschen und die Umwelt nachweisen können. Glyphosat (Round-up), das krebsauslösend ist, und Neonikotinoide, die zu einem massiven Bienensterben führen, müssen verboten werden. Das hilft auch, das Artensterben auf unseren Weiden und Äckern zu stoppen. Gentechnik hat auf unseren Feldern und gentechnisch veränderte Lebensmittel auf unseren Tellern nichts verloren.
  2. Wir GRÜNE wollen die Qualhaltung und Tierversuche beenden. In der Tierhaltung werden massiv Antibiotika eingesetzt und Tieren Körperteile amputiert – nur um sie in engeren Pferchen einsperren zu können. Diese Tierhaltung, die in Niedersachsen zum größten Teil für den Weltmarkt erfolgt, ist gescheitert, die Verbraucher*innen wollen sie auch nicht mehr. Zudem gibt es weitere negative Folgen dieser Haltung: Wie Pestizide reichern sich Antibiotika und Nitrat aus der überflüssigen Gülle im Boden und im Grundwasser an und gefährden so unsere Versorgung mit gesundem Trinkwasser und führen dazu, dass die schädlichen Stoffe sich auch auf das Gemüse übertragen, das mit diesem Wasser gesprengt wird. Auch ist eine Forschung ohne Tierversuche möglich; die Lehre an Schulen und Hochschulen muss stärker über die negativen Folgen unseres Umgangs mit Tieren aufklären und die Alternativen bekannt machen.
  3. Wir GRÜNE wollen, dass die Produzenten die Verbraucher*innen klar und zuverlässig darüber informieren, unter welchen Bedingungen ihre Lebensmittel entstanden sind. Bei den Eiern hat sich bereits gezeigt, dass eine solche Kennzeichnungspflicht dazu führt, dass Bio-Produkte den Markt dominieren. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die konventionellen industriellen Erzeuger ausweichen können, wenn die Kennzeichnung nur einen kleinen Teil der Lebensmittel erfasst.
  4. Oder kurzum: Unser Leitbild bleibt der ökologische Landbau. Die Landwirte sind dabei unsere Partner, um dieses Leitbild für die Verbraucher*innen, ihre Gesundheit und den Naturschutz durchzusetzen.

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