Die Zukunft gehört den autofreien Städten

Dieser Leserbrief von Olga Bock wurde bereits vor fast 3 Wochen im WA abgedruckt. Er enthält einen wichtigen Appell an alle Winsener*innen, sich für eine zukunftstaugliche Planung unserer Innenstadt einzusetzen.

Der Rahmenplan Winsen 2030 – Verkehrsentwicklung – wurde bei der Stadtratssitzung kontrovers diskutiert. SPD und GRÜNE konnten sich leider nicht durchsetzen, was die zukunftsorientierte Verkehrsplanung der Innenstadt betrifft. Nino RuschmeyerFDP – hatte schon in der Planungsausschusssitzung deutlich gemacht, dass er mit dem Auto „überall“ vorfahren wolle und hatte geschäftsnahe Parkplätze gefordert. Es kam sehr deutlich zum Ausdruck, dass es im Rat – in den Worten Eike Hardens von den GRÜNEN – „ zwei Gesamtleitbilder“ gibt, eines mit, eines ohne Autos. Natürlich gehört die Zukunft den autofreien Städten. Die GRÜNEN haben sich insoweit richtig positioniert.

Winsen 2030 ist auf dem besten Weg, ein Flop zu werden, wenn nicht einmal im öffentlichen Raum die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Der Rahmenplan war der gegebene Anlass über die Ziele der Stadtentwicklung zu streiten. Wer die Innenstadt beleben will, muss viele auswärtige Besucher anziehen, sonst ist ein Absturz mit Leerständen nicht aufzuhalten. Dies hat – entgegen der Ansicht einiger AfD-Mitglieder nichts mit dem Amazon-Lager zu tun. Ziel muss es sein, die Attraktivität Winsens und seiner Geschäfte zu erhöhen, indem man den Autoverkehr aus der Innenstadt raus hält und dafür innenstadtnahe Parkplätze anbietet. Das haben andere Städte längst begriffen und sind damit erfolgreich.

AfD und FDP haben nicht die Mehrheit. Wenn sich aber die CDU entschließt, weiterhin rückwärts zu schauen, bleiben SPD und GRÜNE mit ihren zukunftsweisenden Ideen auf der Strecke. Reicht nicht die fehlerhafte Sanierung des Innenstadtrings aus Steuergeldern? Winsen muss mit dem Projekt 2030 endlich mal nachhaltig Zukunft gestalten!

Eine Bürgerin hatte darauf hingewiesen, dass sich viele Winsener in die Planungen der letzten Zeit eingebracht haben. Sie bat die Politiker, ausdrücklich unterstützt vom Bürgermeister, deren Vorschläge zu beachten. Bitte, liebe Mitbürger, helfen Sie mit, dass diese liebenswerte Stadt nicht von parkplatzsuchenden Autofahrern, sondern von Bürgern, die diese Stadt lieben, besucht wird!

Noch ist es nicht zu spät – engagieren Sie sich!

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