Radverkehr in Winsen (Kommentar)

Original-Beitrag vom 09.12.2012

Ein Radfahrer hat geklagt, weil die vorhandenen Radwege der Elbmarsch-Gemeinden in einem desolaten Zustand sind und hat Recht bekommen. Er darf auf der Straße fahren! Nun stellt sich ganz „plötzlich“ heraus, dass die vorhandenen Rad- und Gehwege nicht den allgemeinen Normen entsprechen. Jahrelang hat man sich nicht um die Instandhaltung gekümmert und nun weinen die Bürgermeister, dass sie sich um … 15km teils völlig desolater Radwege… kümmern müssen. In anderen Gemeinden soll die Lage ähnlich sein.

Was ist mit Winsen? Winsen hat es wenigstens geschafft einen Radverkehrsentwicklungsplaner zu holen, der einen Radverkehrsentwicklungsplan aufgestellt hat. Dieser liegt in einer Schublade und … wird hoffentlich jetzt herausgeholt und umgesetzt. In der nächsten Bauausschußsitzung am wird ein Gutachter über die Parksituation für Autos und Räder am Bahnhof in Winsen referieren und außerdem wird der Entwickler das Fahrradparkhauses Bergedorf den Entscheidungsträgern vorstellen. Hier könnte tatsächlich eine Entscheidung zugunsten des Fahrrades fallen, denn das Energiegutachten hat gerade ergeben, dass die höchsten CO2 Immissionen das Auto verursacht. Ein Fahrradparkhaus kann da gegensteuern, das haben bereits andere Gemeinden/Städte bewiesen.

Am nächsten Tag las ich im WA, dass das Dienstwagenprivileg jetzt auch für Räder gelte. Statt des Dienstwagens soll der Unternehmer ein Zweirad zur Verfügung stellen, da 45% aller Arbeitswege kürzer als 10km seien. Müssen diese Radler erst klagen, um sicher mit dem Rad auf dem Radweg den Arbeitsplatz zu erreichen?

Rad- und Gehweg und die Folgen (WA vom )
Dienstwagenprivileg auch für Räder (WA vom )

Olga Bock

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