Stadtwerke erhöhen Strompreise kräftig

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Echter Ökostrom ist jetzt kaum noch teurer. Also wechseln.

Als in der letzten Ratssitzung mit einer knappen Mehrheit der Ratsbeschluss zurückgenommen wurde, dass die Stadtwerke ab keinen Atomstrom mehr einkaufen, glaubten die naiven Befürworter dem Geschäftsführer der Stadtwerke, er müsse weiterhin den Graustrom kaufen, weil er sonst die Preise drastisch erhöhen müsse. Das wäre der Kundschaft nicht zuzumuten.

Jetzt darf er weiter Graustrom kaufen und langt bei der Preiserhöhung trotzdem kräftig hin. Mit Schreiben vom teilt er der Kundschaft die Preise mit, die ab gelten. Danach erhöhen die Stadtwerke den Brutto-Arbeitspreis für den City-Tarif bis 5999kWh um fast 16% und den City-Tarif ab 6000kWh um fast 15%. Das ist das Doppelte dessen, was der Bundesumweltminister nach Presseveröffentlichungen aus dieser Woche für angemessen hält. Wenn selbst einem CDU-Minister eine Erhöhung über 10% zu drastisch und v.a. nicht begründet erscheint, wie steht dann erst der Geschäftsführer der Winsener Stadtwerke da, der erst behauptet, er könne nicht auf Atomstrom verzichten, um seine Tarifkunden zu schonen, um anschließend übermäßig bei ihnen abzukassieren?

Mit ihrem neuen Arbeitspreis von 24,62ct/kWh brutto für normale Haushalte kommen die Stadtwerke nahe an den vergleichbaren Arbeitspreis der Öko-Stromer heran: So liegt der künftige Arbeitspreis der Firma Naturstrom bei 25,75ct/kWh. Damit fällt ein höherer Arbeitspreis als Hürde für den Wechsel zu einem echten Ökostromer praktisch weg. Warum also noch zögern? Es ist Zeit zum Wechseln.

Erhard Schäfer

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