Klimaschutz: Aktuelles

zusammengestellt von Eike Harden aus Pressemitteilungen der GRÜNEN-Landtagsfraktion.

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Volker Bajus, von dem die beiden folgenden Reden stammen, hat Recht: Die Energiewende kann ein Innovationsmotor werden und ein wirtschaftlicher Erfolg: Das legt dieser Artikel dar.

Förderung der Solarenergie

Rede von Volker Bajus, unter anderem energiepolitischer Sprecher, vom

Wir in Niedersachsen wissen, dass wir die Klimaschutzziele erreichen wollen. Für uns als Küstenland ist das eine Überlebensfrage. Deutschland hat sich verpflichtet, seine CO2-Emissionen um 80 bis 95 % bis 2050 zu reduzieren. Das ist eine Herkulesaufgabe, der wir uns stellen müssen. Die Landesregierung hat dazu ein Klimagesetz vorgelegt, mit dem wir diese Globalziele für das Land umsetzen. Damit packt Rot-Grün aktiv eine der größten Herausforderung der kommenden Jahrzehnte an.

Wir in Niedersachsen wollen und können Klimaschutz!

Für uns als Agrarland ist das aber eine doppelte Herausforderung. So stammen bei uns zwar 80 % Treibhausgase aus dem Energiesektor. 20 % jedoch aus der Landwirtschaft, unter anderem aus entwässerten Mooren. Ein großer Teil dieser agrarwirtschaftlich bedingten Emissionen wird nur schwerlich zu reduzieren sein. Ein Beispiel: Die natürliche Verdauung von Wiederkäuern ist zwangsläufig mit Methanemissionen verbunden. Daran wird niemand ernsthaft etwas ändern können oder wollen. Umso wichtiger ist es für uns als Niedersachsen daher, dass wir unsere Energieerzeugung ambitioniert umstellen.

In einem zielführenden Energiemix der Zukunft ist die Windenergie unverzichtbar. … Aber noch wichtiger ist der Beitrag der Sonne. Im Energieszenario, das die Landesregierung am Runden Tisch Energiewende diskutiert hat, wird von einem Anteil der Sonnenstromerzeugung von 36 % ausgegangen. Heute sind wir bei rund 4 %. Insbesondere also, was die Solarenergie angeht, gibt es noch viel zu tun.

Nun haben sich die Förderbedingungen für Photovoltaik in den letzten Jahren immer wieder geändert. Mit dem aktuellen Ausschreibungsmodell ist der Wettbewerbsdruck gestiegen, nur der günstigste Anbieter bekommt den Zuschlag. Da darf der Norden mit seiner etwas geringeren Sonneneinstrahlung nicht zu kurz kommen. Der Bund muss die Bedingungen fair gestalten, damit in allen Regionen der Ausbau der Solarenergie vorangeht. Es kann nicht sein, dass die Solarförderung nun zukünftig vor allem in den Süden geht. Für einen guten Mix brauchen wir auch Photovoltaik.

Auch für Solaranlagen auf dem eigenen Dach müssen weiterhin vernünftige Anreize geben. Das hat auch der Bund erkannt und sich endlich dazu durchgerungen, so genannte Mieterstrommodelle zu ermöglichen: Betreiber von Photovoltaik-Anlagen auf Wohngebäuden sollen einen Zuschlag erhalten, der sich an der EEG-Umlage orientiert. Solaranlagen auf dem eigenen Dach lohnen sich also nicht mehr nur für den Eigenverbrauch, sondern auch, wenn man den Strom an die Mieterinnen und Mieter weitergibt. Gut so, das muss jetzt schnellstmöglich umgesetzt werden. Damit das zum Erfolg wird, sind Informationskampagnen nötig. Denn für viele Vermieter war das bislang überhaupt kein Thema.

Das gilt auch für das Thema Eigenverbrauch, dass für Eigenheimbesitzer durch die Änderungen der Förderbedingungen und durch neue Batteriespeicher für den Heimnutzung attraktiv macht. Das Land kann hier auch seine eigenen Potenziale in Hinblick auf die Eigenstromversorgung überprüfen. Deswegen soll besonders bei Neu- und Umbauten geprüft werden, ob sich Solaranlagen auf Landesdächern lohnen und wir so bares Geld und zugleich klimaschädliches CO2 sparen. Die Kosten der Solarstromförderung, die EEG-Umlage, werden deutschlandweit gleichmäßig verteilt. Wir haben also auch ein besonderes Interesse, dass auch die Förderung im Norden ankommt, dass unser Solaranlagenausbau mit dem Rest der Republik Schritt hält.

Antrag zur Energiewende

Rede von Volker Bajus vom

An einem Punkt gibt es in diesem Haus keinen Zweifel: Niedersachsen ist das Land der Erneuerbaren Energien Nr. 1. Hier ist die Energiewende zu Hause. Und, das ist nicht nur so, weil wir als Küsten- und Agrarland genau wissen, dass Klimaschutz für uns eine Existenzfrage ist, nicht nur, weil wir wegen Gorleben, Schacht Konrad, der Asse und mit den alten AKWs wissen, welchen hochriskanten Wahnsinn die Atomenergie mit sich bringt, nicht nur, weil wir als Erdöl- und Erdgas-Förderregion wissen, was Erdbeben, Lagerstättenwasser-Verpressung und Fracking-Risiken bedeuten.

Sondern, wir sind auch das Land der Energiewende, weil wir darin eine Riesenchance sehen. Und zwar umweltpolitisch wie industrie- und wirtschaftspolitisch.

Die Energiewende, die erneuerbaren Energien, sie sind eben nicht nur klimapolitisch das Gebot der Stunde, sondern auch Innovationsmotor und Zukunftsperspektive für unser Land, für unsere Wirtschaft, für die Menschen. Die neuen Energietechnologien sind zentrale Zukunftsbranche, 60 000 Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren – allein in Niedersachsen! Tendenz steigend.

Und, genau dafür steht Rot-Grün. Wir wollen, dass diese Erfolgsgeschichte weiter geht. Dazu gehört aber weit mehr, als die Produktion von Ökostrom aus Wind, Sonne, Biogas und Wasser. Dazu müssen wir endlich auch bei den Themen Speicherung und Energie-Steuerung weiterkommen. Und dazu insbesondere die Sektorkopplung, also die intelligente Verknüpfung der Bereiche Strom, Wärme, Verkehr und Industrieprozesse weiter vorantreiben. Hier humpelt der Bund mit seiner Politik leider weiter hinterher. Dazu brauchen wir mehr Wissen, mehr Forschung und mehr Pilotprojekte. …

Hierzu macht Niedersachsen schon viel. Wir können aber mehr!

… Nirgendwo in Niedersachsen ist die Bedrohung durch den Klimawandel realer und existentieller als auf unseren Inseln. Auch wenn wir uns alle über die angenehmen Märztemperaturen freuen. Wieder war es ein Monat mit neuen Wärmerekorden, wieder ein Beleg, wie weit die Klimaerwärmung schon fortgeschritten ist. Insoweit ist das Thema Klimaschutz auf den Inseln schon lange verankert. Und, Pilotprojekte zur Energiewende bieten sich angesichts der vielen Besucherzahlen zur Demonstration und Information ja geradezu an. Zudem liegen die Inseln in einer Region, die bereits heute weit mehr Ökostrom produziert als verbraucht. Hier jetzt dazu eine Ökoenergie-Vollversorgung auf den Weg zu bringen ist eine technisch und organisatorisch äußert spannende Aufgabe.

Allerdings, als „Modell“ eignen sich die Inseln nicht. Denn die Bedingungen dort, ohne produzierendes Gewerbe, ohne Industrie und stattdessen mit viel Tourismus sind eben sehr spezifisch und nicht auf den Rest des Landes übertragbar. Oder zielt der CDU-Antrag wirklich darauf: Die De-Industrialisierung Niedersachsens? Im Ernst, „Modell“, nein, das macht keinen Sinn, aber Pilotregion, also Pionier- und Testregion, das sehr wohl. Schön, dass sich dahinter der ganze Landtag versammelt.

…Vor gut 20 Jahren hieß es in einer Werbekampagne der Atom- und Kohlestromerzeuger: „Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken“. Wir GRÜNE haben dieser Lügen-PR schon damals nicht geglaubt. Andere leider schon. Die damalige Umweltministerin Angela Merkel zum Beispiel. Dummerweise sind auch die Strom-Konzerne ihrer eigenen PR-Abteilung auf den Leim gegangen und haben nicht in neue Öko-Energie investiert sondern auf die alte fossile Technik gesetzt. Sie wollten die Wende der Energietechnik nicht wahrhaben. Mit dem Ergebnis, dass heute alle am finanziellen Abgrund stehe. Die Energiewende, den Trend zu Einsparung, Effizienz und Ökoenergie, haben sie komplett verpennt.

Inzwischen hat die Ökostromproduktion die 4 % schon recht lange hinter sich gelassen. Rund ein Drittel beträgt die Erzeugung bundesweit, in Niedersachsen kratzen wir schon an den 50 %. Und – das Licht geht nicht etwas aus, sondern Deutschland exportiert sogar noch Strom – seit Fukushima übrigens so viel wie nie.

Doch es geht eben nicht allein um den Ökostrom-Ausbau. Diese Erfolgsgeschichte muss weitergehen, aber nicht ohne die anderen wichtigen Themen. Wir haben keine Zeit zu verlieren, und dürfen nicht wie in der Autoindustrie wieder einen neuen Technologiepfad vertrödeln. Wir müssen jetzt den nächsten großen Schritt für die Energiewende gehen. Und das sind die Themen Speicher, intelligente Steuerung von Angebot und Nachfrage und Flexibilisierung.

Mit der Kopplung des Strom-, Wärme- und des Mobilitätssektors können die Kosten für das Netzmanagement endlich sinken, weil zum Beispiel die Redispatch-Maßnahmen, die Windkraftabschaltung, überflüssig würden. Zudem stabilisiert eine erfolgreiche Sektorkopplung die Stromnetze. Instrumente dafür können sowohl die intelligente Steuerung von Energieangebot und -nachfrage sowie die Umwandlung und Speicherung von elektrischer Energie sein. Nötig sind dafür geeignete Preisanreize, damit zum Beispiel das gezielte Aufladen von privat und öffentlich genutzten E-Fahrzeugen in Zeiten hoher Stromerzeugung attraktiv wird. Genau darum geht es auch beim Projekt Enera im Nordwesten unseres Landes, wo sich über 70 Akteure zusammen getan haben. Um zu zeigen: ja wir können Energiewende, effizient und intelligent. Und genau dafür steht auch unser Antrag, steht unsere, steht unsere rot-grüne Politik in Niedersachsen!

Energiewende – nur mit uns.

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Veggie Day – Folge 7: Frohe Ostern!

von Eike Harden.

Die folgenden Gerichte werden traditionell in verschiedenen Winkeln Nordeuropas zu Ostern gegessen. Ich lasse einfach nur das Lamm weg. Da Ostern aber ein beweglicher Feiertag ist, passt er zu den stark jahreszeitabhängigen Witterungsbedingungen in den gemäßigten Breiten eigentlich eher schlecht als Datum für bestimmte Speisen. In manchen Jahren hat man beispielsweise an Ostern noch keinen Rhabarber zur Verfügung. In diesem Jahr könnte es allerdings passen – aber der Rhabarber schmeckt auch in der Woche nach Ostern noch gut.

Cross Buns

Cross Buns sind heiße Brötchen mit einem Kreuz obendrauf und ein traditionelles Karfreitagsessen in Irland.

Zutaten

  • 450 g weißes Mehl
  • 1 Tl Hefe (eine Sorte, die schnell geht, verkürzt die Zeit deutlich, bei normaler Hefe muss der Teig über Nacht gehen).
  • 1 großzügige Prise Salz
  • 1/2 Tl Zimt
  • 1 Tl Piment
  • 3/4 Tl Muskatnuss, gemahlen
  • 90 g Rosinen
  • 90 g getrocknete Johannisbeeren
  • 30 g Orangeat
  • 1 Ei, Größe M, geschlagen
  • 250 ml Milch
  • 2 Tl Butter
  • 45 g Mehl

Zubereitung

  1. Mehl, Hefe, Salz, Gewürze und Trockenfrüchte mischen, dann Ei und Milch hinzugeben, bis ein weicher Teig entstanden ist (das steuern Sie über die Milch, die Sie hinzugeben), gut kneten
  2. 12 Brötchen daraus formen und auf einem gut eingefetteten oder mit Backpapier belegten Backblech so platzieren, dass die Brötchen aufgehen können.
  3. Ruhen lassen, bis sie etwa das Doppelte ihrer ursprünglichen Größe erreicht haben.
  4. Den Teig für die Kreuze machen: Butter, Mehl und gerade so viel Wasser vermischen, dass ein weicher Teig entsteht, dann ausrollen und in 24 feine Streifen schneiden.
  5. Jeweils 2 Streifen Kreuzteig kreuzförmig auf die Brötchen legen.
  6. Bei 200° für etwa 25 Minuten backen.
  7. Im Idealfall warm und mit Butter servieren.

Karfreitagssuppe

Zumindest im süddeutschen und schweizerischen Raum hieß es früher, dass Linsen von den Sünden läutern sollten. Deshalb aß man mancherorts am Karfreitag eine Linsensuppe.

Zutaten

  • 175 g braune oder grüne Linsen
  • 2 ganze Gewürznelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • Butter oder Öl
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 100 ml Rotwein
  • 1 El Gemüsebrühpulver
Karfreitagssuppe

Karfreitagssuppe

Zubereitung

  1. Die Linsen in 1 l Wasser zum Kochen bringen, Nelken und Lorbeer hinzufügen und mitkochen (man kann Nelken und Lorbeerblatt gut in ein Tee-Ei geben, um sie leichter wieder zu entfernen – allerdings kann es auch Spaß machen, sie zu suchen: Ich habe als Kind immer die Nelken gesucht, sie waren „Männer mit Hut“, oder ohne, wenn der Nelkenkopf fehlte)
  2. Im Öl die Zwiebel glasig braten und nach etwa 30 Minuten zu den gekochten Linsen geben.
  3. Mit Rotwein und Gemüsebrühe verrühren und noch einmal 5 Minuten kochen lassen.
  4. Sehr gut schmeckt die Suppe mit einer Sahnehaube.
Karfreitagssuppe mit Nelken

Gesucht – gefunden! Lorbeerblätter und „Männer“ (Nelken) aus der Karfreitagssuppe.

Mit Bier überzogene Wurzeln

In Frankreich gibt es „Carottes Vichy“, Wurzeln, die mit Butter und Zuckerwasser überzogen sind. Mit Bier statt Zuckerwasser ergibt sich etwas leicht Bitteres, aber trotzdem Leckeres.

Zutaten

  • 45 g Butter
  • 500 g Wurzeln in nicht zu feinen Scheiben
  • 1/2 Tl Salz
  • 250 ml Bier (ich mag ein malziges, dunkles Bier)
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer zum Abschmecken
Mit Bier überzogene Wurzeln

Mit Bier überzogene Wurzeln

Zubereitung

  1. Die Butter in einem breiten Topf oder einer Pfanne zerlaufen lassen, darin die Wurzelscheiben gut verteilen, salzen und unter Rühren garen, so dass alle Scheiben gut mit der Butter überzogen werden.
  2. Bier hinzugießen und aufkochen.
  3. Bei mittlerer Hitze (das Bier soll ein bisschen blubbern!) etwa 25 Minuten köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren. Mit Pfeffer und (wenn nötig) mehr Salz abschmecken.

Rhabarbertorte mit Custard

Zutaten

  • 280 g Mehl
  • 55 g Puderzucker
  • 170 g Butter
  • 1 Eigelb (ich tue das übriggebliebene Eiweiß zur Soße)
  • 675 g junger Rhabarber, in Stücken von etwa 2,5 cm Länge
  • 110 g Zucker
  • 4 Eier
  • 30 g Zucker
  • 575 ml Milch

Zubereitung

  1. Mehl und Zucker in eine Schüssel sieben und die Butter einreiben, so dass feine Streuselchen entstehen.
  2. Das Eigelb und etwas Wasser hinzugeben, bis ein fester Teig daraus wird.
  3. Diesen Teig ausrollen und in zwei Teile aufteilen. Mit feuchten Händen jeweils die Ränder etwas umbiegen und den Rhabarber auf einer der Teigplatten ausbreiten, mit Zucker bestreuen, die andere Teigplatte obendrauf legen und an den Seiten verschließen.
  4. Inzwischen den Backofen auf 190° vorheizen und die Torte im Backofen etwa 45 Minuten backen.
  5. Für die Custardsoße die Eier und den Zucker schlagen und leicht erwärmte Milch hinzufügen. Dann erwärmen und rühren, bis die Soße leicht eindickt. Achtung: Nicht kochen lassen! Die Soße zur Torte servieren.

Mämmi/Memma

Mämmi, von den Schweden, die ihn „adoptiert“ haben, Memma genannt, ist ein finnischer Malzpudding. Und die Bezeichnung Pudding ist dabei ganz englisch zu verstehen: Er muss lange bei sanfter Hitze garen. Früher wurde er am Ostersonntag in einem Birkenrindenkörbchen serviert, mit Zucker und Sahne, heute häufig mit Vanilleeis. Sowohl das Vanilleeis als auch die in diesem Rezept verwendeten Pomeranzenschalen sind natürlich wieder ein kleines Zugeständnis an den Geschmack, denn sie wachsen nicht bei uns (und erst recht nicht in Finnland!) und können also nicht aus regionalem Anbau besorgt werden.

Zutaten

  • 2 Streifen getrocknete Pomeranzenschale (Pomeranzen sind bittere Orangen, mit normalen Orangen geht es prinzipiell auch oder zur äußersten Not mit Orangeat)
  • 400 g grobes Roggenmehl
  • 150 g Roggenmalzpulver (das gibt es sogar im wohlsortierten Supermarkt bei den Backzutaten – nur falls Sie sich wundern, weil Sie es noch nie gekauft haben)
  • 1 Tl Salz
  • 140 g Zuckerrübensirup (den habe ich nur als „Bio“ gefunden!)

Zubereitung

  1. Die Pomeranzenschalen mit 2 l Wasser auf 60° erhitzen, dann Mehl und Malz unter Rühren hinzufügen.
  2. Die angerührte Mischung nun für 3 Stunden möglichst konstant bei 60° halten. Die Malzenzyme spalten die Stärke im Mehl auf und es entsteht Zucker.
  3. Den Backofen auf 175° vorheizen.
  4. Salz und Sirup zum Mehlbrei geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Auf jeden Fall gut rühren, sonst setzt sich die Masse am Topfboden fest und brennt womöglich sogar an! Dann noch 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  5. Die Masse in eine ofenfeste Form füllen (Achtung! Sie geht noch ein wenig auf) und 3 Stunden backen. In den ersten 1 bis 1 1/2 Stunden noch jede Viertelstunde einmal umrühren. Den Mämmi warm servieren oder abgedeckt an einem kühlen Ort stehen lassen, er hält sich ein paar Tage.

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Landwirtschaftspolitik: Aktuelles

zusammengestellt von Eike Harden aus Pressemeldungen der GRÜNEN-Fraktionen im niedersächsischen Landtag.

In der letzten Woche tagte der Landtag wieder einmal und es gab einige wichtige Beschlüsse, darunter auch zur Landwirtschaft. Ich hatte ohnehin geplant, die Entwicklungen aus den ersten paar Monaten dieses Jahres einmal zusammenzustellen, denn z. B. die Schweinemast in Borstel ist ja auch in Winsen ein wichtiges Thema – an manchen Tagen stinkt es einfach zum Himmel! Auch unsere Bundestagskandidatin Nadja Weippert hat sich die Landwirtschaft als eines ihrer Schwerpunktthemen ausgesucht. Dann aber las ich den Newsletter unserer GRÜNEN-Landtagsfraktion und unsere Fraktionsvorsitzende Anja Piel berichtete davon, dass die CDU erklärt habe, inzwischen gebe es Drohungen gegen Landwirte. Ein bisschen fühlte ich mich an die Legende von den „Öko-Terroristen“ erinnert, die im Unterschied zu anderen terroristischen Bedrohungen jedoch keinen Menschen schaden (in den Staaten wurde schon gegen Umwelt- oder Tierschützer wegen Terrorismus ermittelt, obwohl diese nachweislich keinem einzigen Menschen physisch geschadet hatten). Auch Anja hat darauf recht kühl reagiert, wie unten zu lesen ist. Außerdem gibt es folgenden

Inhalt

Editorial von Anja Piel vom
Antrag zu Antibiotikaresistenzen, Rede von Hans-Joachim Janßen vom
Tierschutz-Verbandsklagerecht, Rede von Miriam Staudte vom
Hinweis auf eine Pressemitteilung anlässlich des Weltwassertages
Wir haben's GlyphoSatt! – Pressemitteilung der niedersächsischen GRÜNEN vom

Das Editorial von Anja Piel

Tierhaltungsbetriebe und Mastställe sind in Niedersachsen immer größer geworden und stoßen zunehmend auf den Widerstand von Anwohnerinnen und Anwohnern. Berichte über Ausbeutung von Menschen, Tieren und der Natur machen Menschen in Niedersachsen skeptisch, ob die Industrialisierung der Landwirtschaft wirklich nur ein Segen ist.

Natürlich können wir GRÜNE diesen Strukturwandel nicht rückgängig machen. Aber es weht ein anderer Wind in Niedersachsen. Rot-Grün fördert Ökolandbau, setzt Standards beim Tierschutz, in der Düngung und bei den Pestiziden. In dieser Woche haben wir das Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände beschlossen.

Und wir reden über die Probleme. Das ist wichtig für alle im Land, auch für die Landwirte, die selbst unter einem unglaublichen wirtschaftlichen Druck stehen, ständig zu expandieren.

In dieser Landtagssitzung kam es nun zu einer Debatte, die mich sehr nachdenklich gemacht hat. Mit großer Vehemenz warfen uns die Fachpolitiker der CDU vor, wir GRÜNE seien schuld daran, wenn Landwirte mit ihren Familien in Niedersachsen angegriffen und gemobbt würden. Ich kenne solche Fälle nicht. Aber klar, persönliche Diffamierungen wären nicht Sinn der Sache. Was es gibt: Jede Menge Kritik an der industrialisierten Landwirtschaft.

Nur sind es nicht allein wir GRÜNE, die kritisch nachfragen. Es sind die Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie setzen sich gegen Stallbauten zur Wehr. Sie haken nach, wenn über Skandale berichtet wird. Sie sind es, die ihren Lebensraum mitgestalten wollen.

Vielleicht zeigt die Debatte einfach, dass sich etwas ändert. Wenn etwas lange als selbstverständlich galt, fühlt sich manchmal auch schon eine kritische Frage wie ein persönlicher Angriff an. Dabei gehört das zur normalen politischen Auseinandersetzung. Und die ist notwendig.

Antrag zu Antibiotikaresistenzen

Rede von Hans-Joachim Janßen, Sprecher für Agrarpolitik, Naturschutz, Forstwirtschaft, Fischerei und Raumordnung

Obwohl wir, glaube ich, allesamt wie wir hier sitzen das Problem erkannt haben; obwohl uns allen bewusst sein dürfte, wie ernst die Gefahr der wachsenden Antibiotikaresistenzen für die Bürgerinnen und Bürger ist, ist es uns doch leider nicht gelungen, unsere unterschiedlichen Anträgen zu diesem Thema zu einen. Wir konnten vor allem deshalb zu keinem gemeinsamen Beschluss kommen, weil Sie das gravierende Problem der Reserveantibiotika nicht konsequent anpacken wollen und sich mit ihren Formulierungen immer wieder Hintertürchen offenhalten! Sie ignorieren die wissenschaftlichen Ergebnisse und medizinischen Warnungen. Für Colistin, das als eines der letztes wirksamen Reserveantibiotika gilt, konnten aus dem Einsatz in der Tierhaltung entstandene Resistenzen weltweit bereits nachgewiesen werden. 2014 wurden 107 t Colistin in Deutschland verbraucht, überwiegend in der Geflügelhaltung! Gerade diese Antibiotika dürfen aber nicht mit der Gießkanne über Mastbetriebe und andere Tierhaltungsbetriebe ausgeschüttet werden. Antibiotika müssen sparsam und ziel­gerichtet eingesetzt werden, um Resistenzen zu vermeiden, so dass sie ihre Wirksamkeit möglichst lange erhalten. Und Antibiotika von besonderer Relevanz für die Humanmedizin müssen daher auch nur dem Menschen vorbehalten sein!

Darüber hinaus wollen wir weitere Antibiotika schwerpunktmäßig dem Menschen vorbehalten, in der Tiermedizin sollen sie nur dann eingesetzt werden, wenn die üblichen Antibiotika hier nicht wirken. Diese 3-Klassen-Einteilung der Antibiotika ist wesentlich, um ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für die langfristige Wirksamkeit von Antibiotika zu erhalten.

Im Übrigen besteht ein wissenschaftlich belegter Zusammenhang zwischen dem vermehrten Auftreten von so genannten „Nutztier-assoziierten“ multiresistenten Staphylococcus aureus (MRSA) in Regionen mit einer intensiven Tiermast. Das gilt vor allem für Menschen mit intensivem Tierkontakt aber auch darüber hinaus. Bei Laboruntersuchungen der Fleisch-Stichproben von Aldi, Lidl, Netto, Penny und Real wurden sowohl MRSA-Keime als auch ESBL-bildende Keime gefunden. Sogar auf Gemüse sind resistente Bakterien bereits zu finden. Über die Abluft der Ställe oder mit den Exkrementen gelangen sie auf die Felder, durch Abdrift in die Oberflächenwasser. Dieser Keimverbreitung gilt es Einhalt zu gebieten und die Resistenzbildung nicht noch durch den Einsatz letzter Reserveantibiotika anzufeuern.

Sicherlich ist die Reduktion des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung nicht die einzige Notwendigkeit. Auch im Bereich der Humanmedizin ist ein sensiblerer Umgang mit dem Einsatz von Antibiotika notwendig. Die Landesregierung hat bereits 2015 einen interministeriellen Arbeitskreis gegründet, in dem die entsprechenden Fachleute, Ärzte und Tierärzte regelmäßig hinzu gezogen werden und in dem natürlich die Ergebnisse der Maßnahmen in der Human- und Tiermedizin ausgewertet werden. Hier wird im Sinne einer One-health-strategie zusammen gearbeitet. Die Hinzuziehung der Fraktionen aus dem niedersächsischen Landtag halten wir ehrlich gesagt für entbehrlich, deshalb, meine Damen und Herren von FDP teilen wir ihre Forderung nach einem weiteren „Runden Tisch Antibiotika“ nicht.

Die Landesregierung hat auch im Bereich der Humanmedizin bereits umfassend gehandelt, z. B. im Bereich der Verbraucheraufklärung durch die Broschüre „Kein Antibiotikum – warum?“, z. B. durch Fortbildungsangebote zur Antibiotikatherapie durch das Landesgesundheitsamt, z. B. durch den interdisziplinären Forschungsverbund niedersächsischer Hochschulen im Sinne der One-Health-Strategie.

Das Land Niedersachsen hat im Übrigen mit seiner Antibiotikastrategie im Nutztierbereich bereits deutliche Erfolge bei der Reduktion des Antibiotikaeinsatzes erreicht. Unser Ziel, den Antibiotikaeinsatz in 5 Jahren um die Hälfte zu reduzieren konnten wir bereits jetzt nahezu erfüllen. Der gemeinsame Einsatz von Landwirten, Tierärzten und Kontrolleuren zeigt, dass es machbar ist.

Dennoch ist bei der Begrenzung des Reserveantibiotika-Einsatzes noch viel zu tun, denn dieser ist gerade bei der bedeutendsten Gruppe der Fluorchinolone, nach wie vor viel zu hoch. Und deshalb, weil wir stringent Reserveantibiotika dem Menschen vorbehalten wollen, werden hier unseren Antrag beschließen.

Rede zum Tierschutzverbandsklagerecht

Rede von Miriam Staudte, Sprecherin für Atompolitik, Verbraucherschutz, Tierschutz, Jagdpolitik

Im Artikel 20a des Grundgesetzes steht seit 2002 – seit 15 Jahren – folgender Wortlaut: Der Staat schützt auch in Verantwortung für künftige Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere … durch Gesetzgebung, durch vorziehende Gewalt und durch … Rechtsprechung. Also durch alle 3 Gewalten.

Auch in Artikel 6b der Niedersächsischen Landesverfassung ist das Staatsziel Tierschutz verfassungsrechtlich verankert. Doch Papier ist geduldig – auch Papier, auf dem Verfassungen geschrieben werden – und daher beschließen wir heute das Gesetz über Mitwirkungs- und Klagerechte von Tierschutzorganisationen, damit insbesondere die Rahmenbedingungen für eine tierschutzgerechte Rechtsprechung verbessert werden können. Tiere selbst können nicht vor Gericht ziehen, daher sollen künftig in Niedersachsen Tierschutzorganisationen dies stellvertretend tun können. Und das ist ein wirklicher Meilenstein, Tierschützerinnen und Tierschützer mussten schon zu lange zusehen wie die Verfassung missachtet wurde, wie Behörden Anträge in Bezug auf Tierschutz durchgewunken haben, wohl wissend, dass sie immer nur von einer Seite verklagt werden können, von der des jeweiligen Antragstellers.

Denn bislang darf laut Verwaltungsrecht nur derjenige klagen, der nachweislich in seinen eigenen Rechten verletzt wird. Im Bereich des Tierschutzes dürfen damit nur die Tierhalter bzw. -nutzer klagen, wenn sie sich durch Tierschutzstandards beeinträchtigt fühlen. Insofern sind wir der Auffassung, dass auch schon diese Klageform der reinen Feststellungsklage eine disziplinierende Wirkung entfalten wird. Man kann es auch positiver ausdrücken: Das Tierschutzverbandsklagerecht stärkt den Genehmigungsbehörden den Rücken bei der Durchsetzung von Tierschutzbelangen.

Doch am besten ist es natürlich, wenn Klagen erst gar nicht notwendig werden: In tierschutzrelevanten Genehmigungsvorgängen wird es daher schon im Vorfeld ein Recht zur Mitwirkung und zur Stellungnahme geben. Zum Beispiel

  • bei bau- oder immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen von gewerblichen Tierställen,
  • bei Tierversuchen,
  • bei der Zucht von Tierversuchstieren,
  • bei Ausnahmen für Schlachten ohne Betäubung oder
  • bei der Haltung in Tierheimen.

So können das Fachwissen und das Engagement von Tierschutzorganisationen schon frühzeitig einfließen. Und das ist überfällig! Nicht jede Gruppe ist automatisch klageberechtigt. Wie in anderen Bereichen müssen die klageberechtigten Organisationen erst durch das zuständige Ministerium, hier das Landwirtschaftsministerium anerkannt worden sein. Sie müssen gemeinnützig sein, sie müssen rechtsfähig sein, sie müssen ihren Sitz in Niedersachsen haben und schon seit 3 Jahren bestehen. Von ihrer Ausstattung her müssen sie auch in der Lage sein, ihre Aufgabe zu erfüllen.

Das Ganze ist kein völliges Neuland: Denn auch Umweltverbände haben das Recht, bei naturschädigenden Vorhaben Klage zu erheben. Da ist es nur folgerichtig eine gleichartige Klagebefugnis für anerkannte Tierschutzorganisationen einzuführen, denn nur allzu oft bleiben die Belange der Tiere bei wirtschaftlichen Interessen auf der Strecke. Auch wenn Feststellungsklagen sich nur auf den Einzelfall richten und damit nichts generell an den Standards in der Tierhaltung ändern, können richterliche Entscheidungen – gerade solche der 2. und 3. Instanz – eine große Signalwirkung entfachen. Durch diesen Präzedenz-Charakter können Klagen zu Veränderungen in tierschutzrelevanten Verordnungen führen und dadurch eine große Breitenwirkung entfachen.

Niedersachsen ist das 8. Bundesland, das die Tierschutzverbandsklage einführt und damit eine rechtliche, aber auch demokratische Lücke schließt. Vor 9 Jahren wurde die erste Tierschutzverbandsklage in Bremen eingeführt und die Erfahrungen sind gut. Klagen sind teuer, das wissen auch die finanziell nicht besonders gut ausgestatteten Tierschutzorganisationen. Diese werden sich daher sehr gut überlegen, ob und wofür sie zu Felde ziehen. Wir haben mit der Feststellungsklage zwar nur die schwächste der 3 Klageformen in dem vorliegenden Gesetzesentwurf implementieren können. Wenn es nach uns GRÜNEN gegangen wäre, stünde in dem Entwurf auch die Anfechtungs- oder Verpflichtungsklage – so wie in 5 der 8 anderen Bundesländern. Aber an diesem Ziel werden wir weiterarbeiten, bis alle Klagearten etabliert sind, auch in Niedersachsen.

Dennoch ist die Feststellungsklage kein stumpfes Schwert, wie auch die Albert-Schweitzer-Stiftung für Tierrechte befindet. Denn immerhin müssen die Behörden bei einer Feststellungsklage prüfen, ob die Belange des Genehmigungsinhabers höher wiegen als das Rücknahmeinteresse der Behörde, denn Behörden sind dazu verpflichtet, auf die Rechtskonformität von Gerichtsurteilen hinzuwirken. Das trifft auch auf Feststellungsurteile zu. Aus unserer Sicht ist die Feststellungsklage dennoch zunächst einmal ein Einstieg in das Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände.

Im Übrigen hätte es aus unserer Sicht auch nicht geschadet, Zoos in diese Liste mit aufzunehmen. Tierschutz ist vielen Menschen ein wichtiges Anliegen. Wir sollten unseren Teil dazu beitragen!

Anmerkung Eike Harden: Die Stadt Winsen hat sich geweigert, einer Petition gegen die Haltung von Wildtieren in Zirkussen zuzustimmen – aus Angst, die Zirkusse könnten erfolgreich darauf klagen, die geforderte Bestimmung (Verbot der Nutzung städtischer Flächen) zurückzunehmen! Die Richter in Lüneburg hätten oft in diesem Sinne entschieden. Warten wir einmal ab, ob die Tierschutzverbände in Niedersachsen jetzt eine Verbesserung der Situation erreichen. Dann sollte man im Sinne der Petition ein weiteres Mal abstimmen lassen.

Hinweis auf eine Pressemitteilung anlässlich des Weltwassertags

Diese Pressemitteilung haben wir bereits auf unserer Website veröffentlicht.

Wir haben's GlyphoSatt!

Pressemitteilung der niedersächsischen GRÜNEN

GRÜNE fordern zur Agrarministerkonferenz:

  • Rolle von Monsanto bei den Studien rasch aufklären
  • Glyphosat neu und industrieunabhängig bewerten
  • Glyphosat verbieten

Die Gefahren von Glyphosat müssen endlich ernstgenommen werden. Es darf keine weiteren Neuzulassungen des gesundheitsschädigenden Pestizids geben, sagt Stefan Körner, Landesvorsitzender der niedersächsischen GRÜNEN. Die WHO hat den Unkrautvernichter Glyphosat bereits als möglicherweise krebserregend und erbgutverändernd eingestuft. Wenn der US-Agrarkonzern Monsanto jetzt versucht hat, Wissenschaftler zu instrumentalisieren, um Studienergebnisse in seinem Sinne zu beeinflussen, ist das ein Skandal und muss schnellstmöglich aufgeklärt werden, fordert Körner.

Dass die Agrarlobby auf Grundlage dieser mutmaßlich manipulierten Studien das europaweite Verbot mit Unterstützung der Bundesregierung blockiert, sei unverantwortlich.

Das wollen wir verhindern, denn es steht viel auf dem Spiel: Glyphosat gefährdet unsere Böden, die biologische Vielfalt und die menschliche Gesundheit

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Die aktuellen Berichte machen auch klar, dass das derzeitige Verfahren der Risikobewertung von Pestiziden und anderen Stoffen auf neue Füße gestellt werden muss. Die Studien zur Risikobewertung müssen neu und unabhängig von den Konzernen organisiert werden, beispielsweise über eine staatliche Behörde. Unabhängige Institutionen könnten sich dann darum bewerben, fordert Körner.

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Ausbau der Kindertagesbetreuung

Pressemitteilung der GRÜNEN-Bundestagsfraktion.

Mit dem Investitionsprogramm Kindertagesbetreuungsausbau hat sich bis 2016 die Betreuungsquote auf 32,7 % (719 558 betreute Kinder) fast verdoppelt. Trotz dieses Erfolgs ist der quantitative Ausbau der Angebote für Unter-3-Jährige bei Weitem noch nicht abgeschlossen.

Elternbefragungen des Deutschen Jugendinstituts e. V. aus dem Jahr 2015 weisen darauf hin, dass sich 43,2 % der Eltern mit Kindern unter 3 Jahren einen Betreuungsplatz für ihr Kind wünschen. Trotz des Rechtsanspruchs auf ein Angebot für die Über-1-Jährigen Kinder gibt es daher weiterhin eine erhebliche Diskrepanz zwischen Angebot und Bedarf: Hinzu kommt ein wachsender Bedarf auch für die Kinder über 3 Jahre. Auch für die rund 150 000 Kinder im Alter von 0 bis unter 6 1/2 Jahren, die 2016 nach Deutschland geflüchtet sind, braucht es Angebote.

Für diese Kinder ist eine gute Kindertagesbetreuung und frühe Förderung eine der wichtigsten Voraussetzung zu einer erfolgreichen Integration. Um 100 000 weitere Angebote für die Kinder zu schaffen, soll das Sondervermögen in den Jahren 2017 bis 2020 Mittel von insgesamt 1,12 Milliarden Euro zugeführt werden. Viel zu wenig, wie wir angesichts des Bedarfs und vor allem der unzureichenden Qualität vieler Angebote finden. 1,5 Milliarden Euro jährlich hat die GRÜNEN-Bundestagsfraktion für den Ausbau aber auch für die Qualität der Angebote gefordert.

Dazu auch:

Pressemeldungen der GRÜNEN-Landtagsfraktion von Anja Piel und Julia Hamburg „Pläne des Kultusministeriums geben den Kommunen Planungssicherheit

Darum geht´s

Unter schwarz-gelb waren die Fördermittel zum Ausbau der Krippenplätze bei rund 5 000 € pro Platz. Diese Fördersumme wurde auf 7 700 € und in der Folge im Jahr 2015 auf 12 000 € weitgehend erhöht. Nun war seitens des Kultusministeriums eine Kürzung der Mittel auf 9 500 € angedacht, um eine Betreuungsplatzquote von 35 % zu erreichen. Dieser Richtlinienentwurf wurde in die Anhörung gegeben und wird von den Kommunen deutlich kritisiert. Wie bei diesen Anhörungen üblich, werden diese Rückmeldungen anschließend ausgewertet und daraus Konsequenzen gezogen.

Das Kultusministerium hat am aktualisierte Planungen zur Finanzierung des Krippenausbaus vorgestellt. Es soll bei der bisher geltenden Finanzierungsregelung bleiben.

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende, am

Die Pläne der Kultusministerin nehmen wir zur Kenntnis. Wir GRÜNE hielten es für falsch, die Kommunen beim Krippenausbau im Regen stehen zu lassen. Aber das ist auch gar nicht nötig. Noch läuft die Verbandsanhörung und am Ende wird sicher ein guter Weg gefunden, ohne dass bei den Kommunen eine neue Lücke entsteht. Der Ausbau der Kinderbetreuung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Land und Kommunen. Damit er gelingt, ist es wichtig, dass die Kommunen Planungssicherheit haben.

Julia Hamburg, Sprecherin für Kinder und Jugend, am

Wir begrüßen sehr, dass Kultusministerin Frauke Heiligenstadt heute neue Pläne zur Finanzierung des Krippenausbaus vorgestellt hat. Es bleibt beim bisher geltenden Anteil des Landes und das ist auch richtig so. Wir GRÜNE haben immer gesagt: Die Kommunen brauchen Planungssicherheit. Eine höhere Geburtenrate ist ein Grund zur Freude und nicht zum Sparen.

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Veggie Day – Folge 6

von Eike Harden.

Die ersten 5 Rezepte im Monat April sind dazu gedacht, die Vorratsschränke rechtzeitig zu Ostern zu leeren, damit Platz geschaffen wird für die vielen frischen, leckeren Sachen, die jetzt in unsere Küchen kommen. (Getrocknete) Pilze und Pflaumen sowie Nüsse halten zwar eine ganze Weile, aber ob sie den Sommer unbeschadet überstehen, kann man vorher nie genau wissen und vorhersagen – also besser jetzt essen, so lange sie noch gut sind. Auch der Porree wird vorerst den Frühlingszwiebeln weichen müssen.

In Deutschland wird – wie in den meisten Industrieländern – eine ganze Menge Nahrung weggeworfen, zum Teil, weil sie nicht mehr gut ist, zum Teil auch nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Wer regional und frisch kauft, bekommt meistens kein Mindesthaltbarkeitsdatum mitgeliefert und muss sich daher auf den eigenen Augenschein und in Zweifelsfällen aufs Probieren verlassen. A propos „Mindesthaltbarkeitsdatum“: Wie der Name schon sagt, ist dies das Datum, bis zu dem sich verarbeitete Lebensmittel mindestens halten. Danach sind die meisten immer noch halt- und insbesondere verwendbar! Es ist allerdings immer ratsam, die Augen und Nasen offen zu halten, um zu sehen, ob Lebensmittel verdorben sind.

Daneben ist es aber auch wichtig, die Vorräte beizeiten aufzubrauchen, denn ewig halten sie sich meistens nicht (von Honig vielleicht einmal abgesehen, der im Regelfall nur auskristallisiert – man hat schon in altägyptischen Gräbern Honig gefunden, der auch nach Jahrtausenden prinzipiell noch hätte verzehrt werden können!) Als Vorschläge dafür deshalb diese Rezepte.

Pilz-Cremesuppe

Eine Cremesuppe mit Pilzen gehört sicherlich zum Leckersten, das die Küche hergibt – wenigstens für mich! Sie zu essen, macht einfach glücklich.

Zutaten

  • 250 g Pilze (für die Suppe im Bild habe ich Morcheln verwendet)
  • 1 Tl geschmacksneutrales Öl (ich rate grundsätzlich von Rapsöl ab, weil man damit Vergiftungen von Wildtieren in Kauf nimmt – Rapsöl ist gewissermaßen nicht vegan! Da ich aber die Haltung von Milchvieh unter entsprechenden Bedingungen nicht nur für ethisch vertretbar, sondern in einem gewissen Rahmen für sinnvoll halte, nehme ich lieber: Butterschmalz)
  • 2 Tl Butter
  • 1 halbe kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • 1 Prise Salz
  • etwas Pfeffer (wer hat und mag: Am besten schmeckt hier der weiße!)
  • 2 Tl Mehl
  • 125 bis 250 ml Gemüsebrühe (je nachdem, wie dick Sie die Suppe haben mögen)
  • 125 ml Milch
Pilzcremesuppe

Pilz-Cremesuppe

Zubereitung

  1. Bei mittlerer Hitze die Pilze im Öl für etwa 45 Sekunden andünsten, dann die Pilze beiseite stellen.
  2. Butter zerlaufen lassen, darin Zwiebel- und Knoblauchwürfel mit Salz und Pfeffer andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. (Das dauert erfahrungsgemäß etwa 5 Minuten).
  3. Das Mehl einrühren und eine kurze Zeit kochen lassen. Dabei unbedingt gründlich mit einem Schneebesen das Mehl und die Butter verrühren, damit nichts verklumpt.
  4. Nach und nach zuerst die Brühe, dann die Milch hinzugießen und weiter gründlich rühren.
  5. Etwa 10 Minuten kochen lassen, die Pilze hinzufügen und noch kurz heiß werden lassen.

Gratinierter Porree

Für die Nicht-Vegetarier passt dieses Gericht auch hervorragend zu Fleisch oder Fisch. Aber es geht eben auch gut als Vorspeise oder als Beilage zum Nussbraten!

Zutaten

  • 4 Stangen Porree (1 pro Portion!)
  • 6 El Sahne (wie üblich ist die vegane Alternative Hafersahne)
  • 50 g würziger Hartkäse, fein gerieben
  • Muskatnuss, Salz und Pfeffer
Gratinierter Porree

Gratinierter Porree

Zubereitung

  1. Den Porree als ganze Stangen (oder etwas gekürzt, quer halbiert, je nachdem, wie es in den Dämpfeinsatz passt …) dämpfen.
  2. Den Backofen vorheizen, den Porree längs halbieren und in die Auflaufform legen.
  3. Sahne und Käse verrühren, mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen (das sollte großzügig geschehen, weil es sonst keine weiteren Gewürze an diesem Gericht gibt!)
  4. Die Masse über dem Porree verteilen und im Backofen garen, bis der Käse gebräunt ist und Blasen wirft. Nachwürzen und schön heiß servieren.

Haselnussbraten

Zutaten

  • Fett für die Form
  • 250 g rote Linsen
  • 1 Lorbeerblatt
  • Öl zum Andünsten
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • 1 Wurzel, grob geraspelt oder fein gehackt
  • 300 g Haselnüsse, 2/3 gemahlen, der Rest grob gehackt
  • 1 El Tomatenmark
  • 1 El Sojasoße
  • 120 g Semmelbrösel
  • 1 El getrockneter Oregano (für den frischen ist es noch etwas früh im Jahr – aber in manchen Küchen gedeiht er schon!)

Zubereitung

  1. Die Form (900 g) einfetten, die Linsen in viel heißem Wasser mit dem Lorbeerblatt gar und breiig kochen, dann das Lorbeerblatt entfernen.
  2. Inzwischen im Öl die Zwiebel-, Knoblauch- und Wurzelstücke andünsten.
  3. Linsenbrei, Nüsse, Gemüse mit Tomatenmark, Sojasoße, Brösel und Oregano gut vermischen und in die Form füllen.
  4. Im Ofen etwa 20 Minuten backen lassen. Man sollte schließlich den Braten aus der Form lösen und in Scheiben schneiden können.

In Earl-Grey-Tee eingelegte Trockenpflaumen

Trockenfrüchte sind ziemlich süß; sie in Zucker einzulegen, wäre daher eine ziemlich langweilige Idee. Aber in bitteren Tee: Das ergibt etwas ganz Besonderes!

Zutaten

  • 500 ml Earl-Grey-Tee, gebrüht mit 1 Tl Teeblättern und 10 Minuten Ziehzeit
  • 500 g Trockenpflaumen
  • 25 Quadratzentimeter Orangenschale
Teepflaumen

In Earl-Grey-Tee eingelegte Trockenpflaumen (hier: gemischt mit getrockneten Datteln!)

Zubereitung

  1. Mit dem Tee die Trockenpflaumen übergießen und die Orangenschale hinzufügen.
  2. Zudecken und mindestens 2 Tage kühl stellen.

Hamburger Brotpudding

Zutaten

  • 4 Eier, getrennt in Eigelb und Eiklar.
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tüte Vanillezucker
  • 3 El Sahne
  • 1 El Rum
  • 200 g gemahlene Nüsse (hälftig Haselnüsse und Mandeln beispielsweise)
  • 40 g Semmelbrösel
  • mehr Semmelbrösel und mehr Fett für die Form

Zubereitung

  1. Eigelb und Zucker schaumig schlagen, dann Salz, Vanillezucker, Sahne und Rum dazugeben und gut verrühren.
  2. Nüsse und Semmelbrösel einrühren, Eiklar steif schlagen und unterheben.
  3. Eine Puddingform ausfetten und mit Semmelbrösel bedecken (den Deckel dabei nicht vergessen!) Die Masse hineingeben, die Form verschließen und 1 1/4 Stunden im Wasserbad garen.
  4. Schließlich den Pudding auf eine Platte stürzen und mit Frucht- oder Vanillesoße servieren.

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Mehr Wohlstand und Lebensqualität: Für alle Generationen

Pressemitteilung der GRÜNEN-Bundestagsfraktion.

Der demografische Wandel ist eine zentrale Zukunftsaufgabe, die in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird. Die Bundesregierung legt dazu ihre demografiepolitische Bilanz vor, in der sie diverse Maßnahmen und Programme verschiedener Ressorts aufzählt. Doch blinde Flecke zeugen von der mangelnden strategischen Konsistenz. Es fehlen Ideen oder gar Maßnahmen zur Gestaltung unserer Einwanderungsgesellschaft. Der Zusammenhang von Gleichstellungs- und Demografiepolitik wird nicht erkannt.

Die Alterung ist eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Kinder und Jugendliche werden weniger. Doch Fragen der Kinder- und Jugendbeteiligung kommen in den demografiepolitischen Bilanzierungen der Bundesregierung nicht vor. Der grüne Antrag „Gemeinsam für ein gutes Morgen – den demografischen Wandel gestalten“ zeigt wie diese Leerstellen geschlossen werden können. Um den demografischen Wandel zu gestalten, ist mehr erforderlich als pflichtbewusste Bilanzen und Demografiegipfel. Damit Demografiepolitik nicht zwischen den Fachministerien zerrieben wird, muss sie von einem oder einer Demografiebeauftragten im Bundeskanzleramt koordiniert werden.

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Aprilscherz: Antrag wird nicht gestellt werden

von Eike Harden.

Der vorgestellte Antrag war natürlich ein Aprilscherz! Allerdings mit einigen ernsten Hintergründen, die ich in diesem Artikel kurz beleuchten möchte. Es geht dabei vorrangig um Zielkonflikte, deren Lösung Aufgabe der Politik ist, und die nicht einfach mit einem Federstrich weggewischt werden können wie das die großen Vereinfacher gerne behaupten.

Flächenverbrauch

Die Versiegelung von Flächen mit Gebäuden, Straßen oder auch Parkraum ist in der Tat ein Problem. Manchmal gibt es gute Gründe, Gebäude zu bauen, seltener sind – so sehen das die GRÜNEN – gute Gründe für den Neubau von Straßen gegeben. Die Stadtplanung macht in diesem Bereich Vorschläge, wie den Zielkonflikten beizukommen sein könnte, derzeit wird besonders das Modell der „dezentralen Konzentration“ als vielversprechend angesehen: Dabei sollen Städte wie Winsen ihre Entwicklung kleinräumig konzentrieren, also möglichst auf die bereits bestehenden Siedlungsschwerpunkte beschränken, und dabei helfen, großräumig – man denke dabei: im Rahmen der Metropolregion Hamburg – die Entwicklung zu dezentralisieren.

Diese zusätzliche Siedlungskonzentration bedeutet auch, dass die abseits gelegenen kleinen Dörfer möglichst nicht weiter ausgebaut werden, sondern der Schwerpunkt auf der Kernstadt Winsen und den direkt daran angrenzenden Ortsteilen Borstel und Roydorf (sowie in geringerem Maß auf Luhdorf und Stöckte) liegt, die bereits einen engen Siedlungszusammenhang aufweisen und die dicht genug am Bahnhof liegen. Der Vorteil davon ist, dass im konzentrierten Bereich nahezu alle Ziele zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen sind und die meisten Straßen für weniger Autoverkehr geplant werden können. Sie bleiben dann – von der Ausnahme der überörtlichen Verbindungsstraßen abgesehen – den Rettungsfahrzeugen und Krankentransporten sowie Lieferfahrten vorbehalten.

Schwierigkeiten und Lösungsansätze

Einige Politiker*innen und Bürger*innen sehen aber Nachteile dieser Politik:

  • Abgelegene Ortsteile drohen „abgehängt“ zu werden: Busse nach Sangenstedt oder Bahlburg lohnen sich kaum, solange die Dörfer nicht wachsen und deutlich mehr Einwohner*innen aufweisen können – das gerade ist aber nicht gewollt. In Winsen ist dieser Konflikt besonders deutlich zu sehen zwischen einigen Vertreter*innen der CDU, die selbst aus abgelegenen Dörfern kommen, und den GRÜNEN, die als Lösung auf mehr kooperative Lösungen (Fahrgemeinschaften, Mitfahrbörsen, Ausweitung von Rufbussystemen wie dem ASM) setzen.
  • Durch Nachverdichtungen im innerstädtischen Bereich drohen sehr kleinteilige, aber erhaltenswerte Gebäude verloren zu gehen oder die recht großen Gärten in den Villenvierteln werden von neuen, dichter geplanten Geschossbauten verdrängt (in Winsen sieht man das Phänomen oft bei Seniorenresidenzen). In diesem Punkt herrscht zwar weitgehend Einigkeit in der Politik über die Notwendigkeit, nachzuverdichten, aber nicht darüber, ob eher Grünflächen oder bestehende Altgebäude weichen sollen. Es wäre auch zu fragen, ob es sinnvoll sein kann, gar keinen Ausgleich zwischen diesem Zielkonflikt zu schaffen, wenn nämlich Grünflächen Gebäuden weichen müssen, die sich in einem historisierenden Stil dem Gebäudebestand anzupassen versuchen. Man müsste hier darüber nachdenken, Gebäude so zu planen, dass sie die Funktion der Grünflächen mit übernehmen können, die sie überdecken, und neue Gebäude entsprechend zu begrünen.
  • Außer den GRÜNEN sieht offenbar niemand die Notwendigkeit, eine Stadt, die dem Prinzip der „dezentralen Konzentration“ folgt, konsequent nicht für Kraftfahrzeuge, sondern für Fußgänger und Fahrräder zu planen, also für Menschen ohne sie umgebende Blechhaufen. Das bedeutet, dass in sämtlichen kleinteiligen Erschließungsstraßen Schrittgeschwingkeit und in den durchgehenden Gemeindestraßen Tempo 30 vorgeschrieben wird. Ebenso sollte – außer er ist für die ortsansässigen Betriebe absolut notwendig – der Güter- oder Lieferverkehr aus den Straßen der Stadt herausgehalten werden.
  • Schließlich gibt es einen Bedarf an Gebäuden für bestimmte Funktionen: Man braucht einfach eine Stadtbücherei, ein Jugendzentrum, eine Touristeninformation, ganz allgemein einen Ort für soziale Begegnung und Kulturveranstaltungen. Nach dem Grundgedanken der „dezentralen Konzentration“ sollte dieser Ort für möglichst viele Menschen gut zu erreichen sein – auch für die Bewohner*innen der abgelegenen Ortsteile übrigens. Gleiches gilt für den Bahnhof, der die Verbindung zur Metropole Hamburg herstellt, und für die Innenstadt, in der Leben erwünscht ist. Zu diesen Orten muss man kommen können, gegebenenfalls mit dem Auto, und dann muss man dort auch parken können. Deshalb halten wir GRÜNE es für richtig, diese verschiedenen Funktionen möglichst dicht beieinander zu bündeln, und dann eben an der nötigen Stelle auch ein Parkhaus zu errichten. Innenstadt und Bahnhof lassen sich nun einmal nicht verschieben, aber die Standorte für andere Funktionsgebäude müssen dann eben sehr nah daran errichtet werden; Gebäude, die Funktionen der Innenstadt mit übernehmen können außerhalb des Innenstadtbereichs zu planen, ist verfehlt (man denke: ein Geschäftsgebäude am Kreisel Hansestraße/Hamburger Straße.)

Die Zielkonflikte sind vorhanden und lassen sich nicht völlig auflösen, aber der bisherige Ansatz der Mehrheit in der Winsener Politik – immer mehr neue Gebäude überall im Stadtgebiet verteilt zu errichten und dann neue Straßen, Leitungen und was sonst noch so gebraucht wird, zusätzlich dorthin zu verlegen – dieser Ansatz aus den Tiefen des letzten Jahrhunderts wird nicht mehr lange tragen. In Bayern gibt es Gemeinden, in denen die CSU mit dieser Politik bereits das gesamte Gemeindegebiet bebaut hat – diese Orte sind tot, sie haben keinerlei Entwicklungsmöglichkeit mehr. Winsen ist noch weit davon entfernt und mit der Politik der GRÜNEN wird das auch so bleiben!

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Antrag: Vom tapferen Schneiderlein lernen – Synergieeffekte nutzen!

von Eike Harden.

Unsere GRÜNEN-Fraktion im Stadtrat wird demnächst folgenden Antrag stellen:

Antrag

Der Planungsausschuss, der Bau- und Verkehrsausschuss, der Ausschuss für Kultur, Tourismus, Freizeit und Städtepartnerschaften empfehlen, der Verwaltungsausschuss empfiehlt, der Rat der Stadt Winsen (Luhe) beschließt:

Die Stadt Winsen (Luhe) nimmt zeitnah mit den Firmen Gazeley und Amazon Gespräche auf mit dem Ziel, das von Amazon als Lager zu betreibende Gebäude im Gewerbepark Luhdorf um mehrere Etagen aufzustocken, die dann wiederum von der Stadt Winsen (Luhe) oder Dritten für ihre Zwecke zurückgemietet werden.

Begründung

Aktuell sind in Winsen mehrere Bauvorhaben angedacht oder geplant, deren komplette Realisierung die Stadt viele Grünflächen kosten könnte. Dabei sind besonders zu nennen: Kongresszentrum und Vier-Sterne-Hotel, Neubeplanung des Eckermannparks (mit Wohnmobilstellplätzen?), Erschließung und Überplanung der noch recht grünen Gelände um die Bleiche und das ehemalige Turnhallengelände sowie der Neubau eines Jugendzentrums am Luhespielplatz und – das merken wir selbstkritisch an – auch eine Jugendherberge würde Platz brauchen. An möglicherweise nutzbaren Gebäuden der Stadt stehen diesem Bedarf im Augenblick nur die Stadthalle und der Marstall entgegen.

Wir GRÜNE kritisieren allgemein den Flächenverbrauch – das gilt natürlich auch für Winsen selbst. Eine Aufstockung eines bereits bestehenden Gebäudes benötigt hingegen keine zusätzliche Grundfläche, so dass diese Lösung vorzuziehen wäre. Darüberhinaus ist das Gebäude bereits so groß, dass ohnehin niemand in der Umgebung daran vorbeischauen kann, eine weitere Aufstockung würde das Landschaftsbild daher nicht weiter schädigen. Angesichts möglicher Probleme mit der Statik schlagen wir vor, an den Ecken und einigen Kanten des Gebäudes zusätzliche Pfeiler oder Säulen einzuziehen, die so geplant sind, dass ihre Spitzen über das Gebäudedach hinausragen und daran Windräder angebracht werden können. Zusätzliche Halteseile zwischen diesen Säulen können die Dachflächen stabilisieren – die Einzelheiten bleiben einer künftigen Planung überlassen.

Das Gebäude bietet sich aufgrund seiner räumlichen Nähe zum Golfplatz als Standort des künftigen Vier-Sterne-Hotels an und würde vom Ausblick aus einem deutlich mehr als 30 Meter hoch gelegenen Dachgarten erheblich profitieren und damit zusätzliche Touristen anziehen. Die nördliche Hälfte des Dachs böte sich hingegen zur Nutzung als Jugendzentrum an: Der Ausblick dort geht ohnehin nur auf die Bundesautobahn mit der Ordnungsnummer 39. In den dazwischen liegenden neuen Geschossen könnte das Vier-Sterne-Hotel einen Veranstaltungssaal mit betreiben, der die Stadthalle ersetzen würde. Amazon und die Stadt könnten schließlich eine neue Stadtbuslinie gemeinsam finanzieren und betreiben, die den Bahnhof und den neuen Zentralen Omnibusbahnhof am selben Standort mit diesem Hotelstandort verbindet.

Dieses Vorhaben ist auch nicht als eine von den GRÜNEN abgelehnte Öffentlich-Private Partnerschaft aufzufassen, weil die Stadt selbst keinerlei Verpflichtungen einginge – sie bräuchte nur die Baugenehmigung zu erteilen. Die Miete für den Veranstaltungssaal und die Pacht für den halben Dachgarten dürften geringer sein als die derzeitigen Ausgaben für das Stadthallengelände. Die Stadt würde sogar sparen: Das Catering für alle städtischen Veranstaltungen könnte Amazon übernehmen, die ja auch Lebensmittel ausliefern – im eigenen Gebäude sicherlich sogar kostenlos. Auch könnte man die Aufwandsentschädigungen für Ratsmitglieder reduzieren und stattdessen eine Fahrt mit einem Sonderbus organisieren, der alle Ratsmitglieder abholt (die Hälfte vermutlich vom Bahnhof) und ins Gewerbegebiet Luhdorf fährt.

Einer der größten Vorteile dieser Lösung wäre jedoch: Man könnte die jetzige Stadthalle künftig als soziale Begegnungsstätte und Gebäude der Stadtbibliothek nutzen oder die Jugendherberge dort ansiedeln. Die Bleiche bräuchte nicht angerührt zu werden und der Eckermannpark könnte der Natur zurückgegeben werden. Das innenstadtnah gelegene Gelände um das Rot-Kreuz-Gebäude schließlich könnte mit hochwertigem Wohnraum für jüngere, wohlhabende Familien bebaut werden – mit ausreichend großen Wohnungen und modernen Spielgelegenheiten – der in dieser etwas abgehängten Gegend das soziale Gefüge wieder etwas ins Lot rücken würde.

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Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll

Pressemitteilung der GRÜNEN-Bundestagsfraktion.

Mit dem Standortauswahlgesetz ebnen wir den Weg für eine wissenschaftsbasierte, vergleichende, transparente, partizipative und ergebnisoffene Endlagersuche für den hochradioaktiven Atommüll. Die neue Endlagersuche kann jetzt endlich starten!

Das gemeinsame Gesetz stützt sich auf die Ergebnisse der Endlagerkommission und setzt sie „1 : 1“ um. Ihre Empfehlungen wurden im Juni 2016 fast einstimmig verabschiedet und stehen politisch und gesellschaftlich auf einem guten Fundament. Das neue Standortauswahlgesetz legt den Ablauf des Suchprozesses und die umfassende Beteiligung der BürgerInnen von Anfang an und auf allen Ebenen fest. Klagerechte Betroffener wurden ausgeweitet.

Ein umfassender Kriterienkatalog geologischer und planungswissenschaftlicher Kriterien wurde gesetzlich verankert. Die Endlagersuche wird als selbsthinterfragendes System ausgestaltet, Rücksprünge und Fehlerkorrekturen sind möglich. Deshalb soll der Atommüll im verschlossenen Endlager auch 500 Jahre bergbar bleiben.

Ein Exportverbot auch für Forschungsmüll lässt nur noch wenige Ausnahmen zu und sorgt dafür, dass der AVR-Müll aus Jülich nicht mehr exportiert werden kann.

Weitere Informationen

Unter diesem Link zur Website der GRÜNEN-Bundestagsfraktion.

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Veggie Day – Folge 5

von Eike Harden.

Zum letzten Mal im Monat März folgen hier 5 Rezepte mit Zutaten, die frisch und aus heimischem Anbau erhältlich sind – wenn man es nicht übertreibt und auf Pfeffer oder Linsen verzichten möchte. Gewürze sind schon so lange Handelsgüter, dass unsere Küche nicht völlig auf sie verzichten kann und wohl auch nicht sollte. Angesichts der geringen Mengen, die dafür verbraucht werden, könnte man allerdings darüber nachdenken, ob nicht jeder einzelne auf fair gehandelte Produkte umsteigen kann – so viel teurer sind sie nicht, aber leider nur schwer zu bekommen.

Manche anderen Produkte (dafür stehen vereinfachend die Linsen) wachsen in Mtteleuropa ausgezeichnet, aber es lohnt sich wirtschaftlich nicht sie anzubauen. Das liegt teilweise daran, dass sie zu Spottpreisen in armen Ländern des Südens produziert werden, in denen häufig Wassermangel herrscht, der eine Viehzucht in großem Stil ausschließt, und wo Hungersnöte manchmal dadurch entstehen, dass die einheimschen Kleinbauern sich die Grundnahrungsmittel, die sie zusätzlich zu ihren eigenen Produkten dazu kaufen müssten, nicht leisten können. Das liegt aber auch daran, dass der Verkehr, insbesondere die Logistik, massiv subventioniert werden, und Transport daher ungeheuer günstig ist. Und es liegt auch daran, dass in Deutschland eine andere Form der Landwirtschaft propagiert und ebenfalls subventioniert wird, bei der gerade in Niedersachsen gewaltige Mengen Tiere in Mastställen gehalten werden. Wenn der Veggie-Day – die Idee an einem Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten – auch den Hintergrund haben und behalten soll, gegen solche Missstände zu protestieren, dann sollte man nicht aus diesen Gründen auf Produkte verzichten. Ich würde aber trotzdem jedem empfehlen, nach Möglichkeit auch Linsen aus europäischem Anbau einzukaufen, wenn Sie sie finden!

Nun aber zum Positiven: Die 5 Folgen „Veggie-Day“ im notorisch spärlichen Monat März sollten gezeigt haben, dass es möglich ist, lecker, vegetarisch und regional zugleich zu kochen. Übrigens sind die 25 Rezepte noch längst nicht alles, was möglich ist!

Menüfolge:

Gemüsechips mit Joghurtdip

Dieses Rezept ist zum Naschen gedacht und nicht als eigene Mahlzeit. Die Chips machen sich ganz toll, wenn man nach einem Frühjahrsausflug noch abends gemütlich zusammensitzt.

Zutaten

  • 200 g Joghurt
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 4 EL frische Kräuter (Ende März bietet sich die erste frische Petersilie an), fein gehackt
  • Salz und Pfeffer
  • 1 kg Wurzelgemüse, gemischt und in feinen Scheiben
  • 4 EL Öl

Zubereitung

  1. Joghurt in ein Schüssel geben, Knoblauch und Kräuter einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann abgedeckt kalt stellen.
  2. Gemüsescheiben in einer Schüssel mit dem Öl überziehen. (Das geht am besten, indem Sie das Öl darauf träufeln und gut rühren. Wichtig ist, dass sich das Öl gut auf dem Gemüse verteilt.)
  3. Den Backofen auf 200° vorheizen, die Gemüsescheiben auf 3 Backblechen verteilen, so dass sie nur je 1 Lage Gemüse bilden, mit Salz und Pfeffer bestreuen.
  4. Nach 8 bis maximal 10 Minuten prüfen, ob das Gemüse schon knusprig und braun ist. (Das wird an den Blechrändern eher geschehen als in der Mitte.) Gares Gemüse entfernen und den Rest kurz weiter backen, fertiges Gemüse abkühlen lassen.

Bärlauchsuppe

Dieses Rezept ist wirklich ganz einfach, und es lässt sich außerhalb der Saison auch mit gefrorenem oder getrocknetem Bärlauch und auch mit Knoblauch zubereiten. Mit frischem Bärlauch schmeckt es allerdings am besten.

Zutaten

  • 1/2 l Gemüsebrühe
  • 40 g Bärlauch, grob gehackt
  • 2 EL Butter (oder anderes Fett zum Braten)
  • 100 g Vollkornbrot (probieren Sie mal mit Vollkornmehl gebackenes Kürbiskernbrot aus dem nächsten Rezept!), in kleinen Würfeln

Zubereitung

  1. Gemüsebrühe aufkochen und den Bärlauch darin bis zu etwa 1 Stunde köcheln lassen, unterdessen womöglich etwas Wasser nachgießen. (Probieren Sie herum, wie flüssig die Suppe und wie weich der Bärlauch sein sollen; Bärlauch und Knoblauch brauchen aber eine ganze Weile, bis ein ganzes Gericht ihren Geschmack gründlich angenommen hat.)
  2. Butter in einer Pfanne zerlassen und die Brotwürfel darin zu Croûtons ausbraten.
  3. Suppe mit den Croûtons bestreut servieren.
Bärlauchsuppe

Bärlauchsuppe

Kürbiskernbrot

Die Zeit für frische Kürbisse ist natürlich längst vorbei und beginnt erst im Herbst wieder, aber Kürbiskerne halten sich länger und sind ziemlich nahrhaft. Dieses Rezept für Kürbiskernbrot stammt aus Nordamerika, vom Stamm der Hopi.

Zutaten

  • 110 g Kürbiskerne, davon 100 g gemahlen und 10 g zum Bestreuen beiseitegestellt
  • 200 g Mehl (im Original 100 g Mais- und 100  Weizenmehl)
  • 2 TL Backpulver
  • Salz
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Mais- (oder anderes Pflanzen-)öl

Zubereitung

  1. Mehl und Backpulver in eine Rührschüssel sieben, Salz, Honig und Öl nacheinander hinzufügen.
  2. Alles unter langsamem Hinzufügen von 125 ml Wasser zu einem glatten Teig kneten, den Backofen unterdessen auf 200° vorheizen.
  3. Teig zu einem Laib formen, mit den Kürbiskernen bestreuen und etwa 30 Minuten im Ofen backen.

Indisches „Hochzeits-“Pickle

 
Diese ursprünglich indische Beilage wird in ihrer Heimat zu Reis gereicht und das zu jedem Festtag. Sie passt aber auch zu vielen anderen leckeren Dingen, sogar zu Käse. Zugegeben: Das Rezept trickst etwas, weil das Obst nicht heimisch ist und getrocknet herangeschafft werden muss und weil die Gewürze so zahlreich sind wie man es sich in Indien nun einmal vorstellt. Trotzdem: Es schmeckt!
Achtung! Die Früchte müssen über Nacht stehenbleiben, also einen Tag früher anfangen.

Zutaten

  • 100 g getrocknete Aprikosen, in kleinen Stücken
  • 75 g getrocknete Datteln, in kleinen Stücken
  • 50 g Rosinen
  • 180 ml Weißweinessig
  • 400 g Wurzeln (sie sind tatsächlich die einzige frische, heimische Zutat in diesem Rezept …), grob geraspelt
  • 300 g Zucker
  • 1 Stück Ingwer, etwa 6 cm, in kleinen Würfeln
  • 4 bis 5 getrocknete Chilischoten
  • 5 grüne Kardamomkapseln (das Pulver verliert schnell an Aroma, aber die Kapseln lassen sich kühl, trocken und dunkel recht lange lagern)
  • 3/4 TL Kreuzkümmelsamen
  • 3/4 TL Koriandersamen
  • 1 bis 2 TL Garam Masala und Salz zum Würzen
Indisches „Hochzeits-“Pickle

Indisches „Hochzeits-“Pickle

Zubereitung

  1. Die Trockenfrüchte mit 75 ml Essig und 1/4 l Wasser in eine Schüssel füllen, abdecken und über Nacht durchziehen lassen.
  2. Wurzeln mit dem Rest (reichlich 100 ml) Essig und Zucker vermischen und zusammen 15 Minuten durchziehen lassen.
  3. Die Hälfte der Ingwerwürfel und die Chilis daruntermischen, Kardamom, Kreuzkümmel und Koriander mörsern (ersatzweise nehmen Sie fertiges Pulver) und in einen Topf mit der Wurzel-Zucker-Mischung geben.
  4. Die Mischung aufkochen, so dass sich der Zucker auflöst, dann die Hitze reduzieren und bereits etwas Garam Masala und Salz einrühren.
  5. 45 Minuten lang zugedeckt köcheln lassen, zwischendurch immer mal wieder umrühren.
  6. Wenn schließlich kaum noch Flüssigkeit im Topf ist, die eingeweichten Trockenfrüchte und den Rest Ingwer hinzugeben und noch einmal nachwürzen. Weiter köcheln lassen.
  7. Das Pickle ist fertig, wenn es eine Konsistenz wie dicke Marmelade hat. In heiße, saubere Schraubgläser füllen, diese umdrehen und 10 Minuten so stehen lassen. Gut gekühlt und in diesen Gläsern kann das Pickle ein halbes Jahr lang halten.

Muffins

Zutaten

für 10 Muffins

  • 150 g Butter
  • 2  3 große Bio-Äpfel, gut gewaschen, entkernt und mit Schale in kleine Würfel geschnitten
  • 1 TL Zimt, gemahlen, 1/2 TL Ingwer, gemahlen, und 1/2 TL Muskatnuss, gerieben, zum Würzen
  • 110 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Messerspitze Vanillemark, 1 Prise Salz, 1 TL Backpulver
  • 185 g Quinoa (ersatzweise – für Puristen – mehr Mehl und Milch), gegart und abgekühlt
  • 160 g Mehl
  • 60 ml Milch oder Mandelmilch …
  • 40 g Walnüsse, gehackt

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 190° vorheizen und 10 Mulden einer Muffinform einfetten.
  2. In einer Pfanne 2 EL Butter zerlassen, darin die Apfelstücke und die Gewürze dünsten, bis die Äpfel weich sind, dabei gut rühren, so dass die Stücke mit den Gewürzen gleichmäßig überzogen werden.
  3. Die restliche Butter mit dem Zucker cremig rühren und dann das Ei zugeben, schaumig schlagen, Vanille, Salz und Backpulver einrühren.
  4. Schließlich zu dieser Mischung nacheinander Quinoa, Mehl, Milch und gewürzte Apfelstücke hinzufügen, alles gut miteinander vermengen.
  5. Diesen Teig in die Mulden füllen und mit den Walnüssen bestreuen.
  6. 25 Minuten lang im Ofen backen lassen.
  7. Nach 5 Minuten Ruhenlassen in der Form die Muffins herauslösen und abkühlen lassen.

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