6 Jahre Fukushima: Aktuelles zur Atompolitik

Pressemitteilungen von Julia Verlinden, MdB, vom GRÜNEN-Landesverband und von Miriam Staudte, MdL.

Inhalt

Fukushima: Strahlung heute wieder so hoch wie 2011

Die atomare Katastrophe in Fukushima geht auch nach 6 Jahren weiter: Noch immer schuften täglich 7000 Arbeiter, um die zerstörten Atomreaktoren unter Kontrolle zu bekommen, das radioaktive Wasser aufzufangen und aufzuräumen. Die Strahlungswerte sind weiter bedrohlich und lassen keine Besserung erkennen.

Erst vor kurzem haben wir GRÜNE im Bundestag eine Anfrage an die Bundesregierung zu den aktuellen Entwicklungen in Fukushima gestartet. Für uns ist unerklärlich, warum am in Fukushima die höchste Strahlung seit der Atomkatastrophe im Jahr 2011 gemessen wurde. Die 3 Kernschmelzen in den zerstörten Reaktoren sind noch immer nicht unter Kontrolle, aber die offiziellen Stellen in Japan schweigen. Deshalb wollen wir auch von der Deutschen Gesellschaft für Anlagen und Reaktorsicherheit GRS Informationen erhalten

erklärt Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik und Abgeordnete für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg. Die GRS ist als Gutachter und mit Forschungsarbeiten in Fukushima beteiligt und für die Berichterstattung aus Fukushima zuständig.

Auch für Gorleben bedeutete Fukushima eine Zäsur. In Folge der Katastrophe und der damit aufflammenden Proteste wurden die Castor-Transporte nach Gorleben gestoppt und schließlich die Erkundungsarbeiten eingestellt. Jetzt brauchen wir eine neue ergebnisoffene, wissenschaftlich transparente und vergleichende Atommüll-Endlagersuche in Deutschland, so Verlinden.

Statt nach wie vor viel Geld in die atomare Forschung zu stecken, sollte sich die Bundesregierung voll und ganz auf die Forschung für Energiewende, Energieeinsparungen und Effizienz konzentrieren, fordert Verlinden. Das größte Milliardengrab für Forschungsgelder stellt der europäische Fusionsreaktor im französischen Cadarache dar, der statt 4,6 Milliarden jetzt 17 Milliarden Euro kosten soll. Und das, obwohl die Technik frühestens einsatzbereit sein soll. Bis dahin müssen wir unsere Energieerzeugung längst vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt haben, sagt Verlinden.

GRÜNE wollen Atomausstieg im Grundgesetz verankern

Fukushima-Gedenktag mahnt, auf teure Risikotechnologie zu verzichten

6 Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima sind die Folgen für Mensch und Umwelt noch immer verheerend. Atomkraft ist eine teure Risikotechnologie, die selbst für ein Industrieland wie Japan nicht beherrschbar ist – mit unkontrollierbaren Folgen für Mensch und Umwelt, sagt Stefan Körner, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen. Nicht nur die Risiken, auch die Kosten seien unkalkulierbar:

Die Hochrisikotechnologie bleibt auch Jahrzehnte nach der Einführung nicht wettbewerbsfähig, wenn man die Kosten für Stilllegung der Kraftwerke und Endlagerung der strahlenden Abfälle einberechnet. 40 Jahre hat der Irrweg Gorleben gedauert, viel Geld ist hier versenkt worden. Der ungeeignete und politisch verbrannte Standort Gorleben muss endgültig vom Tisch. Wir GRÜNE begrüßen deshalb ein Standortauswahlgesetz, das endlich den Weg freigibt für ein ergebnisoffenes und transparentes Verfahren zur Atommülllagersuche.

Die niedersächsischen GRÜNEN fordern zudem: Der Ausstieg aus der Atomenergie muss endlich im Grundgesetz verankert werden, damit der Atomausstieg unumkehrbar wird. Außerdem müsse die Bundesregierung stärker auch auf europäischer Ebene dafür werben, dass erneuerbare Energien die klimafreundliche, bezahlbare und vor allem sichere Alternative zur Abhängigkeit vom atomaren Risiko seien.

Miriam Staudte: Brennelementesteuer wieder einführen

Darum geht’s

Wie bereits vor Verabschiedung des Atom-Finanzpakets angekündigt, wollen die Atomkonzerne einige Klagen gegen die Bundesregierung nicht zurückziehen. Dabei übernimmt die Allgemeinheit mit dem neuen Gesetz künftig die finanziellen Risiken, falls die Rückstellungen für Zwischen- und Endlagerung nicht ausreichen. Dies betrifft die Klage gegen die Rechtmäßigkeit der Brennelementesteuer und die bei einem privaten Schiedsgericht anhängige Klage von Vattenfall.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, atompolitische Sprecherin:

Dieselben Atomkonzerne, die über Jahrzehnte mit einer Risikotechnologie Gewinne eingestrichen haben, müssen auch weiter in der Verantwortung bleiben. Die Brennelementesteuer nicht wieder einzuführen, wäre gegenüber der Allgemeinheit finanziell unverantwortlich.

Das Atomfinanz-Paket hält noch einige Restrisiken bereit: Die Bundesregierung kann nicht garantieren, dass die Konzerne den Risikozuschlag von 6,2 Milliarden auch tatsächlich zahlen werden. Dieser ist nur freiwillig.

Zum Hintergrund

Das „Gesetz zur Neuordnung in der kerntechnischen Entsorgung“ besagt, dass bis knapp 17,4 Milliarden Euro in den Fonds einer öffentlich-rechtlichen Stiftung gezahlt werden müssen. Der sogenannte Risikoaufschlag von 6,2 Milliarden Euro hingegen ist eine freiwillige „Kann-Regelung“ (§ 7 Abs. 2). Die Befreiung von einer Nachschusspflicht soll die Konzerne zur Zahlung des Risikozuschlags animieren.

Der Landesparteitag der Niedersächsischen GRÜNEN hatte schon im in Gifhorn strengere Bedingungen, wie das zuvorige Zurückziehen aller Klagen für das Atomfinanz-Paket, gefordert. Den Beschluss finden Sie hier.

Die Brennelementesteuer ist seit ausgelaufen. Dadurch gehen dem Staat bis zum Abschalten des letzten AKW Steuereinnahmen in Höhe von etwa 5 bis 6 Milliarden verloren.

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Die neue Wärmewelt: Ökologisch und sozial

Zusammengestellt von Eike Harden.

Neben Strom und Verkehr ist Wärme der dritte große Bereich, der Energie verbraucht. Alle Deutschen sind davon betroffen: Bei den Mieten können durch ökologische Sanierungen erhebliche Steigerungen entstehen, während kleine Wohneigentümer in den nächsten Jahren entweder kräftig in ihr Häuschen investieren oder deutliche Wertminderungen hinnehmen müssen. Zugleich gibt es kaum Fortschritte bei der Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Trägern und bei der Reduzierung des Energieverbrauchs für die Wärmeerzeugung. Die GRÜNEN haben dazu eine Studie in Auftrag gegeben, die bereits Ende des letzten Jahres veröffentlicht wurde. Das Ergebnis: Die Energiewende bei der Wärme ist bis 2050 zu machen, die Klimaschutzziele könnten eingehalten werden. Die Studie als PDF und einen kleinen Text dazu von unserem Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Anton Hofreiter finden Sie hier.

Im Februar brachte die Fraktion daher einen Antrag in den Bundestag ein, einen „Aktionsplan Faire Wärme“ umzusetzen, wozu die energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN-Bundestagsfraktion, Julia Verlinden aus Lüneburg, eine Rede im Plenum hielt. Der Aktionsplan ergänzt die Studienergebnisse um Maßnahmen, damit Mieter*innen nicht wegen energetischer Sanierungen aus ihren Wohnungen gedrängt werden und möglichst viele kleine Wohneigentümer*innen auch in den Genuss einer energetischen Sanierung kommen können. Dieser Antrag zielt also auf eine soziale Umsetzung der Energiewende ab.

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Veggie Day – Folge 2

von Eike Harden.

In der 1. Folge war ich sehr damit beschäftigt, die Herkunft des Veggie Day zu erklären. Diese 2. Folge geht – wie schon die 1. – über das Ur-Anliegen des Veggie Day hinaus: Die Rezepte sind nicht nur vegetarisch, sondern auch auf Zutaten beschränkt, die zur Zeit in unseren Breiten aus regionalem (Bio-)Anbau erhältlich sind – oder erhältlich wären, wenn es sich denn lohnen würde, sie anzubauen. Allerdings sind sie nicht alle unbedingt frisch zu bekommen, sondern können auch eingelagerte Ernten sein: Äpfel oder Kartoffeln halten sich bei richtiger Lagerung schon mal einige Monate.

Bei dieser 2. Folge möchte ich einige zusätzliche Geschichten zu den Rezepten erzählen, denn das gehört zum Essen ja irgendwie auch dazu: Gesellschaft und Geschichten. In den sumpfigen und moorigen Gegenden Norddeutschlands, aber auch in Dänemark, den Niederlanden oder England war es im Mittelalter oft so, dass der Winter verhältnismäßig viele gesellschaftliche Anlässe erlaubte: Auf zugefrorenen Gewässern lässt es sich gut reisen (die Niederländer haben bis heute ausgezeichnete Eisschnellläufer). Im März jedoch, wenn Tauwetter sich mit Frost abwechselte (gegen Ende des Mittelalters war es deutlich kälter als heute, aber auch als 500 Jahre früher), wenn also die zugefrorenen Gewässer wieder auftauten, aber noch nicht verlässlich aufgetaut blieben, musste man für eine Zeit lang das Reisen einstellen, bevor es im Frühling wieder richtig losgehen konnte mit der Geselligkeit. Der Beginn der Fastenzeit – meistens im Februar (3 Tage nach dem Stöckter Faslamsumzug für die Winsener Nicht-Katholiken) – war genau auf diese Zustände hin ausgelegt: Man gönnte sich eine gewisse Zeit ohne größere Feste und stellte das Fleischessen ein, das damals ohnehin größtenteils den Festtagen vorbehalten war. Aber das bedeutete keinen Verzicht aufs Essen im Allgemeinen, denn man musste ja bei Kräften bleiben, um das Werkzeug für den bald kommenden Frühling wieder herzurichten. Der März, in dem fast nichts wuchs und kaum etwas Vegetarisches frisch zu bekommen war (und bis heute nicht ist, wenn man regional kochen möchte) muss also der Monat gewesen sein, in dem am meisten „Grünzeug“ gegessen wurde: Ist das nicht paradox?

Hier nun also die Rezepte der 2. Folge:

  1. Vorspeise
    Suppe mit Walnüssen
  2. Hauptgang
  3. Dessert
    Toffeepudding

Vorspeise: Suppe mit Walnüssen

Die Grundidee zu dieser Suppe stammt von den nordamerikanischen Indianern vom Stamm der Cherokee, die (zumindest heute) in etwas wärmeren Gefilden leben als wir in Norddeutschland. Bei ihnen ist der magerste Monat der Februar, den sie den „Nuss-Mond“ nennen. Sie verwenden dabei die in Nordamerika heimischen Pekan- statt Walnüsse und – weil sie keine vegetarischen Rezepte schreiben – Hühnerfleisch. Ohne das Fleisch wird die Suppe etwas dünner, aber nicht weniger schmackhaft. Ich habe zum Ausgleich eine Sellerieknolle hinzugefügt.

Zutaten

  • 1 Wurzel, in Scheiben oder Würfeln
  • 1 Zwiebel, in Würfeln
  • 1 Sellerieknolle, in Würfeln
  • 1 schmale Stange Lauch, in Scheiben
  • 1 Knoblauchzehe (wer mag)
  • Wasser und Butter (oder Öl) zum Andünsten, oder Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer zum Würzen
  • 100 g Walnüsse, in Hälften
  • womöglich Anis- und Korianderpulver zum Abschmecken

Zubereitung

  1. Die Gemüsestücke kurz andünsten und vorsichtig ablöschen, dann reichlich heißes Wasser hinzufügen. Alternativ: Die Gemüsestücke in reichlich Gemüsebrühe zum Kochen bringen.
  2. Sobald das Gemüse gar ist, pürieren. Oder (ich mag es so lieber): Das Gemüse so weich kochen lassen, dass die Wurzel- und Selleriestücke außen die Suppe aufnehmen und innen gerade noch ein ganz kleines bisschen Biss haben. – Lassen Sie sich bloß nicht einreden, dass Sie Gemüse wegen Ihrer Gesundheit so zubereiten müssten, dass Sie es nicht mögen! Ja, ein paar Vitamine gehen verloren oder wandeln sich beim Kochen um, aber auch gut durchgegartes Gemüse enthält mehr Vitamine als gar kein Gemüse … Außerdem: Wasser- und fettlösliche Vitamine gehen zu einem nicht unbedeutenden Teil auch in der Brühe in Lösung. Und besonders Wurzelgemüse schmeckt weich einfach hervorragend, weil es ein bisschen vom Geschmack der anderen Zutaten aufnimmt.
  3. Mit Salz und Pfeffer würzen. (Die Cherokee nehmen statt schwarzem Pfeffer Cayennepfeffer!)
  4. Die Walnusshälften hinzufügen.
  5. Womöglich mit Anis und Koriander abschmecken oder die ersten zarten frischen Kräuter hinzufügen, die Sie finden.

Hauptspeise: Grillgemüse mit mariniertem Käse

Dieses Rezept lässt sich für vielerlei Anlässe mit verschiedenen Grill- oder Gargeräten und mit unterschiedlichen Gemüsesorten zubereiten, z. B. für Raclette oder das „Angrillen“ im Frühling. Man kann aber den Käse auch morgens in den Kühlschrank stellen und abends schnell das Gemüse hacken und in die Pfanne geben (dann sollte es eigentlich Bratgemüse heißen). In jedem Fall braucht der Käse mindestens 1 Stunde nach dem Marinieren, um ordentlich durchzuziehen.

Zutaten

  • 1 EL Apfelessig oder 1/2 Zitrone, davon den Saft und die fein gehackte Schale (deshalb sollten Sie eine unbehandelte Bio-Zitrone nehmen!)
  • 4 EL (oder mehr) geschmacksneutrales Öl (denken Sie: Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 1 EL Kürbiskern- oder Nussöl
  • verschiedene Kräuter (oder Gewürze) der Saison: je 1 Handvoll Kerbel und Bärlauch z. B., fein gehackt
  • Salz, (schwarzer) Pfeffer und vielleicht 1 TL grüne Pfefferkörner, wer mag: gehackt
  • 200 g Hüttenkäse (Ricotta) oder Frischkäse oder Quark, vielleicht geht auch eine vegane Variante mit Hefepaste – aber dafür übernehme ich keine Garantie
  • passendes Gemüse zum Grillen (wenn Sie es direkt auf einen Rost legen wollen, sollten Sie etwas längliches wie Spargel wählen, damit es nicht durchfällt – feine Selleriewürfel erscheinen mir jedenfalls ungeeignet), von den unerwünschten Bestandteilen befreit (um beim Spargel zu bleiben: der sollte geschält werden und das holzige Ende abgeschnitten!)

Zubereitung

  1. Öl und Essig cremig verrühren.
  2. Kräuter darunterrühren und mit Salz abschmecken.
  3. Den Käse etwas zerteilen (in kleine Kugeln, wie man sie mit dem Teelöffel ausstechen kann) und das Kräuteröl darüber verteilen.
  4. Ein bisschen geschmacksneutrales Öl mit Salz und Pfeffer vermengen.
  5. Das Gemüse unter das Öl mischen (wenn Sie in einer Pfanne braten, können Sie auch Öl in die Pfanne geben, das Gemüse darin etwas bewegen, so dass es mit Öl bedeckt ist und dann Salz und Pfeffer dazugeben.
  6. Gemüse garen und mit dem Käse servieren, dazu passt auch etwas Weißbrot.

Alternative für Kinder: Mars-Meteoriten

Mars-Meteoriten können aus allen Sorten Wurzelgemüse gemacht werden und sind daher das ganze Jahr über aus regionalen Zutaten herstellbar. Sie sind deutlich gesünder als herkömmliches Fast-Food, teilen aber einen großen Vorteil mit ihnen: Menschen (besonders die kleineren) mögen sie gerne mit Ketchup essen.

Zutaten

  • 100 g Kichererbsenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung aus Pfeffer, Kardamom, Lorbeer, Koriander, Kumin, Zimt, Nelke und meistens Muskat)
  • etwa 200 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 500 g gemischtes Wurzelgemüse, grob geraspelt
  • Salz und schwarzer Pfeffer zum Würzen
  • geschmacksneutrales Öl zum Frittieren

Zubereitung

  1. Mehl, Backpulver und Garam Masala in eine große Schüssel sieben.
  2. Mineralwasser zugießen und vorsichtig umrühren, so dass irgendwann eine weiche Masse entsteht. Es ist genug Wasser darin, wenn die Masse etwa so zäh wie Naturjoghurt ist.
  3. Gemüse in die Masse geben und gut durchrühren (am besten geht es mit den bloßen Händen).
  4. Etwa walnussgroße Stücke der Gemüsemasse vorsichtig in eine Friteuse oder große Pfanne mit 180° heißem Öl geben und darin einige Minuten lang goldbraun fritieren.
  5. Mit einem Schaumlöffel die fertigen Meteoriten aus dem Öl fischen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Dazu passt: Warmer Apfelsaft

Süßholzwurzel ist meistens im Reformhaus erhältlich. Sie enthält ungefähr 4 % Glycirrhizin (alles was mit glyc- oder gluc- anfängt, hat etwas mit Zucker zu tun, und das meiste davon ist süß). Dieser Stoff süßt etwa 50-mal so gut wie Zucker, so dass man mit Süßholzwurzel leicht auf Zucker verzichten kann.
Ob man Ingwer und Orangen (vielleicht sogar bittere) verwenden sollte, hängt vom Publikum ab, das den Saft trinken will. Für Scharfes und Bitteres können sich Menschen erst im Laufe ihres Lebens begeistern – und selbst dann nicht alle für alles. Ich mag z. B. keinen Chicoree und ähnliche bittere Blattgemüse, und ebenso wenig Senf und Meerrettich, sehr wohl aber Tee und Kaffee (insgesamt eher Tannine als Senföle, wenn man es chemisch betrachtet). Scharf ist bei mir das kleinere Problem: Wasabi, dieser ziemlich scharfe, grüne japanische Meerrettich-Verwandte, ist mir zu bitter, nicht zu scharf.
Aber zurück zum Apfelsaft: Sie kennen Ihre Kinder (auch die erwachsenen …) sicherlich am besten und können entscheiden, was Sie zum Apfelsaft dazutun wollen. Er ist jedenfalls eine gesunde Alternative zu den süßen Brausen, die man sonst zum Fast-Food bekommt.

Zutaten

  • 2 l Apfelsaft, am besten eine süße, naturtrübe Sorte, womöglich sogar selbstgepresst (?)
  • 10 g Süßholzwurzel
  • 1 Stange Zimt
  • 1/2 TL frisch gemahlene Nelken
  • 1/2 TL frisch gemahlene Kardamomsamen
  • Dazu, wer mag: 20 g Ingwerwurzel in dünnen Scheiben, und
  • die Schalen von 2 unbehandelten Orangen (bittere sind besonders interessant), in breite Streifen geschnitten.

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen.
  2. Die „Flamme“ herunterregeln und 20 Minuten lang zugedeckt köcheln lassen.
  3. Von der Kochstelle nehmen und noch weitere 10 Minuten ziehen lassen.
  4. Den Saft durch ein Sieb gießen und schnell danach servieren – warm ist er am allerbesten.

Dessert: Toffee-Pudding

Nach so viel gesundem Essen (sogar gesundem Fast-Food!) wollen wir doch einmal sehen, ob ein Veggie Day sich nicht auch mit einer richtig schweren Süßigkeit verträgt. Spoiler-Alarm: Ja, das geht ganz gut!
Dieser Pudding ist ein (sehr) englisches Rezept. Ich bin mir sicher, dass auch Major Alan Seddon ihn gekostet hat – jener britische Militärkommandant, dem Winsen seinen Status als Kreisstadt verdankt. Wir Winsener sollten ihn schon aus Dankbarkeit mal probieren.

Zutaten

  • je 90 g getrocknete Aprikosen und Datteln (oder anderes süßes Trockenobst; wer ganz heimisch bleiben will, nimmt Pflaumen), fein gehackt
  • 300 ml kochendes Wasser
  • 1 TL Natron
  • 170 g Butter, zimmerwarm, und etwas mehr Butter zum Einfetten (Veganer werden schon wissen, wie sie Butter ersetzen können … – ich kann mir keinen Ersatz für Butter vorstellen, weshalb ich auch nicht zum Veganer werde)
  • 220 g dunkler Zucker (oder Honig)
  • 120 g Crème double (darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an …)
  • 150 g Zucker (ja: Rübenzucker ist total regional!)
  • 2 kleine (Hühner-)Eier (im Originalrezept kam 1 Entenei vor, falls Sie das mal ausprobieren mögen)
  • 225 g Mehl
  • 3 gehäufte TL Backpulver

Zubereitung

  1. Die Trockenfruchthäcksel mit kochendem Wasser übergießen und Natron einrühren, dann zum Abkühlen zur Seite stellen.
  2. Zwei Puddingformen mit 1 knappen Liter Fassungsvermögen einfetten – oder eine Form mit knapp 2 l: Dann dauert das Dämpfen aber länger!
  3. Den dunklen Zucker mit 120 g Butter und Crème double in einem Topf vorsichtig zum Köcheln bringen und rühren, bis die Butter geschmolzen und die ganze Mischung zu einer glänzenden dunklen Soße geworden ist. Diese gleichmäßig in die Formen füllen – sie wird das Topping.
  4. Die restliche Butter und den (hellen?) Zucker schaumig rühren, dann Eier in die Schüssel schlagen und unterrühren sowie schließlich Mehl und Backpulver hineinsieben und ebenfalls einrühren.
  5. Die abgekühlte Trockenobstmischung unterheben und dann die ziemlich flüssige Mischung in die Form(en) füllen.
  6. Für etwa 1 1/2 Stunden gar dämpfen, dann auf einen Servierteller stürzen und mit Schlagsahne servieren (wenn Sie es ganz englisch mögen: whipped cream oder sogar eine Custard-Soße, auch als „Englische Creme“ bekannt).

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Frauen nach vorne: Roll-on statt Roll-back!

Pressemitteilung des GRÜNEN-Landesverbands Niedersachsen.

: GRÜNE machen sich für Frauenrechte stark

Für Selbstbestimmung von Frauen, gleichwertige Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und ein entschiedenes Eintreten gegen einen Roll-back in die 50er Jahre: das fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen zum Internationalen Frauentag am .

Wir nehmen es nicht hin, dass rückwärtsgewandte Frauenfeinde und Chauvinisten Mädchen und Frauen in alte Rollenklischees zurückdrängen oder ihnen das hart erkämpfte Recht auf Abtreibung verwehren wollen

sagt Anne Kura, frauen- und genderpolitische Sprecherin der niedersächsischen GRÜNEN.

Nicht einen Schritt zurück, sondern zwei Schritte nach vorne, für echte Gleichberechtigung – das ist unsere Ansage an alle, die die Fortschritte der letzten Jahrzehnte zurückdrehen wollen. Wer heute noch oder wieder denkt, frauenfeindliche Sprüche und Sexismus seien in Ordnung, der hat nicht verstanden, dass Frauenrechte fundamentale Menschenrechte sind, die wir verteidigen werden!

Unser Ziel ist die Hälfte der Welt, fifty-fifty bis 2030!

sagt die grüne Landesvorsitzende Meta Janssen-Kucz.

Denn immer noch verdienen Frauen im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Wir brauchen dringend gute und gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen und Männer.

Nein heißt Nein ist Gesetz geworden und ein Anfang bei der Besetzung von Spitzenposten in der Wirtschaft mit Frauen ist gemacht – aber diese Erfolge, die Frauen gemeinsam erkämpft haben, reichen nicht.

Wir geben erst Ruhe, wenn wir von einer echten Gleichstellung in Wirtschaft und Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft sprechen können

so Janssen-Kucz.

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Aus dem Landtag: GRÜNE Maßnahmen für bessere Kitas

von Eike Harden. Wie sich an der Kita-Politik vor Ort zeigt, warum es sich lohnt, bei der nächsten Bundestagswahl die GRÜNEN zu wählen.

In der vergangenen Woche war in Hannover Sitzungswoche. Dort wurden auch Anträge der FDP-Antrag zu Kitas debattiert, u. a. sollte das Land dafür sorgen, dass sofort alle Elternbeiträge abgeschafft würden. Unsere zuständige Sprecherin Julia Hamburg erklärte in ihrer Gegenrede:

Während schwarz-gelb den Schwerpunkt vorrangig auf den quantitativen Ausbau der Betreuungsplätze gelegt haben, haben sie im Bereich der Qualität und Personalgewinnung keine ausreichende Vorsorge geschaffen. Das haben wir zurecht immer massiv kritisiert. Wir sind angetreten, um das deutlich besser zu machen. Und wir können erneut konstatieren: Rot-grün wirkt!

Hamburg führte aus, dass die Landesregierung (und kommunale Gremien – zusammen oft auch mit anderen Parteien vor Ort) weiterhin die Zahl der Betreuungsplätze ausgebaut habe. Daneben würde viel Geld in die Hand genommen, um die Qualität zu verbessern und mehr ausgebildete Fachkräfte für die Kitas zu bekommen, denn FDP und CDU hätten noch nicht einmal dafür gesorgt, dass überhaupt Kapazitäten für die Ausbildung zur Verfügung standen.

Sie gab aber auch zu, dass es noch immer großen Nachholbedarf gebe. Und sie hat Recht damit! Deshalb fordern wir GRÜNEN in unserem Wahlprogramm für Winsen auch:

Alle Bürger*innen Winsens – auch die kleinsten – sollen von Beginn an und von ihrer sozialen Herkunft unabhängig die Chance auf eine möglichst gute Bildung haben.

Gerade die vorschulische Erziehung gewinnt immer noch an Bedeutung: Aus einer freiwilligen Leistung, die junge Familien entlasten und ihnen eine vollwertige Teilnahme am Berufsleben ermöglichen sollte, ist längst auch ein wichtiger Baustein der Kindesentwicklung geworden. Deswegen kommt es nicht nur darauf an, dass Kommunen oder freie Träger in ihrem Auftrag genug Betreuungsplätze bereit halten, sondern die Qualität der Einrichtungen und ihre pädagogische Arbeit ist ebenso wichtig.

Gute Früherziehung fördert den Schulerfolg und ebnet den Weg in die Gesellschaft.

Die vollmundigen Versprechen der damals zuständigen Bundesministerin von der Leyen (CDU) – so notwendig sie auch waren, um ihre Parteifreunde „zum Jagen zu tragen“ – müssen viele Kommunen noch immer teuer bezahlen. Insofern wäre es hilfreich, wenn endlich mehr Geld vom Bund fließen würde, um die Qualität der Kitas zu verbessern. Auch darauf wies Julia Hamburg hin.

Ich finde es aber erstaunlich, dass die Ministerin von der Leyen heute, statt sich um das Einhalten eines ihrer alten Versprechen zu kümmern, lieber mächtig viel Geld für Rüstung ausgeben will. Diese inkonsistente Politik teilt sie mit ihrer ganzen Partei und die wiederum mit der SPD: In Hannover fordern sie – für die (nahe oder ferne?) Zukunft – die Kindergartenbeiträge abzuschaffen, aber in Berlin werden alle Selbstverpflichtungen, mehr in die Bildung zu investieren, mit der Begründung in den Wind geschlagen, dies sei Aufgabe der Länder – dass denen aufgrund von Berliner Entscheidungen kein Geld dafür übrigbleibt, kümmert sie nicht! Die GRÜNEN wirken vor Ort und im Land darauf hin, dass endlich mehr Geld für frühkindliche Bildung in die Hand genommen wird. Und auch im Bund würden GRÜNE in Regierungsverantwortung wohl ähnlich handeln:

Erstaunlich war in diesem Zusammenhang auch das Abstimmungsverhalten der verschiedenen Parteien zu einem SPD-Antrag im Stadtrat, der zum Ziel hatte, ab dem Jahr 2018 schrittweise die Elternbeiträge für Kindergärten (Kitas für 3- bis 6-jährige Kinder) in Winsen abzuschaffen:

  • Die CDU stimmte dagegen, obwohl sie im Landtag in Hannover dafür ist,
  • die FDP stimmte ebenso dagegen, obwohl sie im Landtag sogar gefordert hatte, die Beiträge sofort abzuschaffen, und sie begründete dieses Abstimmungsverhalten nicht einmal damit, dass es ihnen mit dem tatsächlich gestellten Antrag nicht schnell genug gehe,
  • die Freien Winsener lehnten etwas als zu teuer ab, was sie immer gefordert hatten, obwohl der Stadt Zeit geblieben wäre, das Geld im Haushalt zu finden,
  • die SPD selbst folgte ihrem Ministerpräsidenten Stefan Weil, obwohl ihre eigene Landtagsfraktion von ihm völlig überrumpelt worden war – vielleicht haben sie bei anderer Gelegenheit eine Möglichkeit, dass Weil sich für diese Loyalität revanchiert und seine Landesregierung etwas Schönes und Sinnvolles in Winsen bezahlt …
  • wir GRÜNEN schließlich stimmten – trotz sorgenvoller Mienen unserer Haushälter – geschlossen für den Antrag, obwohl die Voraussetzung dafür, dass sich die Beitragsfreiheit flächendeckend durchsetzen ließe, eine neue Bundesregierung mit Beteiligung der GRÜNEN wäre und wir nicht wissen, ob wir den Versprechungen der „großen“ Parteien aus Hannover glauben dürfen.

Wir Winsener GRÜNEN haben uns jedenfalls vorgenommen, einen engagierten Bundestagswahlkampf zu machen und über unsere Fraktion gute Vorschläge zur Verbesserung der Winsener Kitas zu machen, für mehr Gerechtigkeit und bessere Qualität.

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Landtag ändert Spielregeln für Kommunen

von Eike Harden.

In der gerade zu Ende gegangenen Plenarwoche hat der niedersächsische Landtag auch einige Änderungen am Kommunalabgabengesetz beschlossen. Wie unser zuständiger Sprecher Belit Onay in seiner Rede erklärte:

Wir verpflichten die Kommunen nicht zu diesen Regelungen, sondern wir eröffnen hier eine neue Option. Mehr geht, nichts muss!

Besonders hervorzuheben sind 3 Änderungen:

  • Das Widerspruchsverfahren wird als Option wieder eingeführt,
  • die Stadt erhält die Möglichkeit, einen Tourismusbeitrag zu erheben und
  • die Straßenausbaubeiträge wurden neu geregelt.

Wir werden alle 3 Änderungen in der Fraktion diskutieren, doch ich denke, dass die GRÜNEN in Winsen die Straßenausbaubeiträge nicht wieder einführen wollen – schließlich hat die Stadt sie erst vor wenigen Jahren abgeschafft – und auch kein Tourismusbeitrag erhoben werden soll. Schließlich nutzt Winsen womöglich sein touristisches Potenzial nicht voll aus oder es ist gar keines vorhanden – je nachdem, wie man die Schließung des Hotels „Zum Storchennest“ deuten möchte.

Anders könnte der Fall beim Widerspruchsverfahren liegen. Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte es einst abgeschafft und somit bewirkt, dass Bürger*innen und Firmen gegen Behördenentscheidungen nur dann vorgehen konnten, wenn sie gleich vor Gericht zogen. Jetzt ist wiederum die Möglichkeit eingeräumt, einen Widerspruch bei der Behörde einzulegen, so dass der Fall dort noch einmal geprüft wird. Es könnte durchaus sein, dass ein Widerspruch in vielen Fällen sowohl für die Bürger*innen und Firmen als auch für die Stadtverwaltung die angenehmere Möglichkeit ist – das werden wir prüfen müssen.

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Tag des Artenschutzes: Vielfalt stärker schützen!

Pressemitteilung des GRÜNEN-Landesverbands Niedersachsen.

Hintergrund

Am wurde das Washingtoner Artenschutzübereinkommen unterzeichnet. Seither begeht die Weltgemeinschaft jedes Jahr am den „Tag des Artenschutzes“. Er soll daran erinnern, wie wichtig es ist, bedrohte wildlebende Tier- und Pflanzenarten zu schützen.

GRÜNE setzen zum Tag des Artenschutzes weiter auf Agrarwende

Auch wenn Wolf und Luchs in den letzten Jahren nach Niedersachsen zurückgekehrt sind – nach Auffassung der niedersächsischen GRÜNEN sind das rühmliche Ausnahmen: Grundsätzlich geht der Verlust von Arten unvermindert weiter. Wir verwandeln unsere Landschaft immer mehr in eine weitgehend leblose Agrarsteppe. Selbst frühere Allerweltsarten wie das Rebhuhn oder die Feldlerche sind inzwischen zur Rarität geworden ist, erklärte GRÜNEN-Landesvorsitzender Stefan Körner.

Zu dem seit längerer Zeit bekannten deutlichen Rückgang der Wiesenvögel seien in den letzten Jahren neue Probleme hinzugekommen. Wenn heute die Windschutzscheibe selbst nach einer längeren Autofahrt im Sommer noch sauber ist, hat das damit zu tun, dass wir seit der Jahrtausendwende bis zu 50 Prozent des Insektenbestandes verloren haben. Wer sich über das Verschwinden lästiger Plagegeister freut, sollte jedoch bedenken, dass damit auch die Nahrungsgrundlage von Vögeln und Fledermäusen weg ist, so Körner.

An der seit 2013 eingeleiteten Agrarwende geht deshalb nach Meinung der GRÜNEN kein Weg vorbei, denn Ursache des Artenschwundes sei vor allem eine intensive Landwirtschaft. Wenn der Einsatz von Dünger und Pestiziden nicht deutlich reduziert wird, werden wir unseren Enkeln anhand von Bilderbüchern erklären müssen, dass es bei uns mal Libellen und Schmetterlinge gab – einmal verschwundene Arten sind für immer verloren!, befürchtet Stefan Körner.

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Lesen Sie hier weitere aktuelle Beiträge der GRÜNEN zu diesem Thema:

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Erbs-Grünkohl-Salat

Veggie Day

von Eike Harden.

Vor nur wenig mehr als sechs Jahren hat die GRÜNE Bundestagsfraktion die Umsetzung eines Veggie Day beschlossen. (Den Beschluss können Sie hier nachlesen.) Inzwischen hat sich die Bundespartei von der Forderung eines fleischfreien Donnerstags verabschiedet, dessen Durchsetzung noch Teil des letzten Bundestagswahlprogramms war.

Aber: In vielen Städten, darunter besonders Bremen, gilt nach wie vor das Gebot Donnerstag ist Veggietag! – Bremen war einst die erste Stadt, die auf Initiative auch der örtlichen GRÜNEN einen Veggie Day eingeführt hatte.

Was hat man uns GRÜNEN deswegen nicht alles vorgeworfen! „Genussfeindlich“ sollen wir beispielsweise sein. Als könnten fleischlose Gerichte kein Genuss sein… Natürlich können sie – sogar ein Hochgenuss. Vielleicht aber nicht in Kantinen und Mensen? Das lassen wir mal offen. Passend zum sollen hier einige vegetarische Rezepte folgen: Hochgenuss, ganz ohne Fleisch, und mit zu dieser Jahreszeit aus regionalem Anbau erhältlichen Zutaten (zumindest weitgehend: auf Pfeffer z. B. wollen wir allerdings nicht ganz verzichten).

Menüfolge

Vielleicht ist Ihnen die Menüfolge zu pilzlastig, denn sowohl die Kartoffelsuppe als auch der Toast verwenden Pilze. Die Suppe schmeckt gleichwohl auch ohne Pfifferlinge (oder mit anderen Pilzen). Vielleicht haben Sie auch Vorbehalte gegenüber den weithin erhältlichen getrockneten Pilzen aus Osteuropa – dafür lassen sich Alternativen finden. Denn: Pilze sind neben Käse die einzige heimische vegetarische Quelle für Vitamin D, das wiederum das Immunsystem auf Vordermann bringt.

Was die Mengenangaben angeht: Nehmen Sie es nicht zu genau. Meistens können Sie selbst viel besser einschätzen, wie groß der Hunger Ihrer Tischgenossen ist und natürlich sollten Sie für eine Vorspeise weniger Zutaten nehmen als für eine ganze Mahlzeit. Das Rezept für Kartoffelsuppe ist so umfangreich gewählt, dass sie für 6 Personen leicht ausreichen kann – vielleicht bleibt dann immer noch etwas übrig. Wenn Sie hingegen Suppe so lieben wie ich, haben Sie hier eine Mahlzeit für nur 1 Person, aber an 2 Tagen. Oder nehmen Sie die Angaben für die Zwiebeln: 1 Zwiebel kann sehr verschieden groß und schwer sein! Wie gesagt: Passen Sie es Ihren Bedürfnissen an und nehmen Sie die Rezepte nur als Richtlinie.

Und natürlich können Sie jedes Gericht einzeln anbieten oder mit anderen Speisen kombinieren!

  1. Vorspeise
    Altdeutsche Kartoffelsuppe
  2. Hauptgang
  3. Dessert
    Apfelpfanne mit Rosinen

Vorspeise: Kartoffelsuppe

Zutaten

  • 700 g Kartoffeln (am besten gehts mit mehligkochenden), geschält und in kleine Würfel geschnitten
  • 3 dicke Wurzeln (Karotten, Möhren, Mohrrüben), geschält und in kleine Würfel geschnitten
  • 1 Stück (Knollen-)Sellerie, geschält und in kleine Würfel geschnitten
  • Butter (oder entsprechend viel Pflanzenöl; ich nehme am liebsten Butterschmalz) zum Braten
  • 1,5 l (Gemüse-)Brühe
  • 2 Zwiebeln, davon 1 in feinen Würfeln und 1 im Ganzen (aber selbstverständlich geschält), diese gespickt mit:
  • 1 Blatt Lorbeer und
  • 1 Gewürznelke
  • 1 Stange Porree (Lauch), gewaschen, von der äußeren Lage befreit und in feine Scheiben geschnitten
  • 125 ml Sahne (nach persönlichem Geschmack und Grad des Vegetarismus: Crème fraîche, Joghurt, Hafersahne, Sauerrahm …)
  • Salz, Pfeffer, Majoran (gerebelt), Muskatnuss (gerieben) zum Würzen
  • 200 g Pfifferlinge

Zubereitung

  1. Kartoffel-, Wurzel- und Selleriewürfelchen in etwas zerlassener Butter andünsten.
  2. Brühe dazugeben, die gespickte Zwiebel hineingeben, aufkochen und zirka 10 MInuten weiter kochen lassen.
  3. Danach die Porreescheibchen hinzufügen und noch einmal 10 Minuten weiter kochen lassen.
  4. Zwiebel entfernen samt Lorbeerblatt und Nelke.
  5. Einen Teil (zirka 1/3) der Kartoffelwürfel abschöpfen und pürieren, mit Shane verrühren, dann das Püree in die Suppe zurückgeben und wieder erhitzen, köcheln lassen.
  6. Butter in einer Pfanne auslassen, Zwiebelwürfel und Pilze darin anbraten, alles nach zirka 5 Minuten in die Suppe geben und noch etwas ziehen lassen.

Hauptspeise: Wald-Toast

Zutaten

  • 500 g Pilze (ich nehme am liebsten Steinpilze)
  • 2 Zwiebeln, in kleinen Würfeln
  • Butter oder anderes Fett zum Braten
  • Salz und Pfeffer zum Würzen
  • 6 Scheiben Toastbrot (wenn Sie auf Ihre Gesundheit achten wollen: Nehmen Sie die Vollkorn-Variante mit Körnern!)
  • 6 Eier
  • 6 Scheiben Käse zum Überbacken

Zubereitung

  1. Den Backofen vorheizen.
  2. Pilze und Zwiebelwürfel in Butter dünsten, dann salzen und pfeffern.
  3. Derweil das Brot rösten, gerne mit etwas Butter bestreichen.
  4. Eier in einer heißen, etwas eingefetteten Pfanne aufschlagen und Spiegeleier daraus zubereiten.
  5. Auf dem Backblech das Toastbrot anrichten, jeweils Pilze, ein Spiegelei und schließlich 1 Scheibe Käse darauf anrichten, in den Ofen schieben.
  6. Sobald der Käse den gewünschten Grad von Bräunung und Zähflüssigkeit erreicht hat, aus dem Ofen nehmen und heiß servieren.

Beilage: Maronen-Kartoffelpüree

Zutaten

  • 500 g mehligkochende Kartoffeln, geschält und in kleine Stücke geschnitten
  • 500 g Maronen, ganz, geschält und gekocht
  • 75 ml Sahne (nach Geschmack auch: Hafersahne, Joghurt …)
  • 100 g (oder weniger) Butter (in diesem Fall sollte es des Geschmacks wegen wirklich Butter oder ein Pflanzenöl sein, dass Sie sehr gerne mögen)
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken, womöglich weitere Gewürze (Muskatnuss?!)

Zubereitung

  1. Kartoffeln weich kochen, abtrocknen und pürieren.
  2. Maronen mit der Sahne zusammen pürieren.
  3. Kartoffelpüree, Maronenpüree und Butter mischen, noch einmal aufwärmen.
  4. Würzen und heiß servieren.

Salat: Warmer Erbsen-Grünkohl-Salat

Achtung! Die Zubereitung braucht mindestens 14 Stunden, eher noch mehr, wobei die meiste Zeit mit Warten zugebracht wird. Fangen Sie also einen Tag früher damit an.

Zutaten

  • 250 g getrocknete Erbsen
  • 200 g Grünkohl, von allen dicken Rippen befreit, womöglich blanchiert, in sehr feine Stücke oder Streifen geschnitten
  • 250 g Wurzeln (Möhren, Mohrrüben, Karotten), in sehr dünnen Scheibchen
  • 6 TL Apfelessig (manche mögen auch gerne Zitronensaft oder eine Mischung)
  • 2 TL Honig
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Erbs-Grünkohl-Salat

Erbs-Grünkohl-Salat

Zubereitung

  1. Die Erbsen 12 Stunden in reichlich kaltem Wasser einweichen.
  2. Erbsen abgießen, dabei etwas Einweichwasser beiseitestellen, und die Erbsen dann gründlich abspülen.
  3. Erbsen mit viel Wasser in einen Topf geben, das Wasser aufkochen und alles zugedeckt 30 Minuten kochen lassen.
  4. Die Erbsen danach noch 30 Minuten im warmen Wasser ziehen lassen, aber die Kochstelle ausschalten.
  5. Grünkohl und die übrigen Zutaten gut durchmischen und auch mit 2 EL Einweichwasser vermengen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Die noch warmen Erbsen zu dem Salat geben und noch einmal 30 Minuten ziehen lassen.

Dessert: Apfelpfanne mit Rosinen

Im mittelalterlichen französischen Kochbuch „Ménagier de Paris“ wurde ein ähnliches Rezept beschrieben, das eine Beilage zu den Fischspeisen an den Fastentagen ergeben sollte. Durch die Wahl der richtigen (süßen Dessert-)Äpfel und der Nüsse ergibt sich jedoch auch ein sehr leckerer Nachtisch.

Zutaten

  • 4 Äpfel (eine leckere Dessertsorte, z. B. Cox Orange), geschält und in kleinen Würfeln (die Apfelschalen machen sich gut in einem Salat!)
  • 250 g Rosinen (oder auch 125 g getrocknete, kleingeschnittene Feigen und 125 g Rosinen, oder die gleiche Menge anderer gemischter Trockenfrüchte)
  • 75 g grob gemahlene Nüsse (ich mag am liebsten Haselnüsse, aber eine Nussmischung ist sicherlich auch gut)
  • Wasser oder eine Mischung aus 200 ml Wasser und 150 ml Weißwein (bei Gelegenheit werde ich auch mal ein malziges Bier ausprobieren)
  • 3 EL Zucker (oder Honig)
  • 1 TL gemahlener Ingwer, 1 TL Zimtpulver, 1/4 TL gemahlene Nelken, 1/2 TL gemahlener schwarzer Pfeffer, 1 Prise gemahlener Safran (den Safran können Sie auslassen, wenn Sie gerade keinen zur Hand haben)

Zubereitung

  1. Apfelstücke und Rosinen in 350 ml Flüssigkeit weichkochen.
  2. Nüsse, Zucker und Gewürze hinzufügen, abschmecken, womöglich nachwürzen (auch mit Zucker, wenn es Ihnen nicht süß genug erscheint).
  3. Kaltstellen. Wenn Sie mögen: mit Schlagsahne servieren.

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Elbvertiefung vor dem Aus

Pressemitteilung des GRÜNEN-Landesverbands Niedersachsen.

Wir geben Pressemitteilungen des Landesverbands hier wieder, wenn sie von besonderem Interesse für Winsen sind oder eine sehr aktuellen Bezug haben. Die Elbvertiefung ist ein wichtiges Anliegen auch der Winsener GRÜNEN und hat dementsprechend auch Eingang in unser Wahlprogramm gefunden:

Zum Hochwasserschutz gehört der Erhalt naturnaher Überschwemmungsflächen und die konsequente Pflege der Entwässerungsgräben. Wir wenden uns in diesem Zusammenhang ganz entschieden gegen die weitere Vertiefung der Elbe.

Deshalb hier der Link zur Pressemitteilung.

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Zukunft der Postfiliale: GRÜNEN-Antrag beschlossen

Der Stadtrat hat auf seiner Sitzung vom den Antrag der Gruppe GRÜNE/Linke beschlossen:

Der Rat beschließt, dass sich die Stadt bei der Deutsche Post DHL Group und der Postbank AG dafür einsetzt, dass die Winsener Postfiliale mit ihrem bisherigen Leistungsumfang langfristig erhalten bleibt – entweder am bisherigen Standort in der Brahmsallee oder an einem innenstadtnahen Standort, der für alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtbereich und den Ortsteilen gut erreichbar ist.

Diese Entscheidung fiel einstimmig ohne Enthaltungen.

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