Dr. Malte Jörn Krafft, Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Samtgemeindebürgermeister, ist sich sicher, dass der Staat und seine kommunalen Vertretungen im Bereich der Berufsausbildung ein Vorbild sein müssen. Dies ist Grund genug, eine Ausbildungsinitiative in der Verwaltung der Samtgemeinde Elbmarsch zu fordern. In der Vergangenheit wurde aus Sorge um eine mögliche Mehrbelastung von den Verantwortlichen dort von einer Ausbildungsinitiative, möglicherweise auch für duale Studierende zur Erreichung der Laufbahnbefähigung für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2, abgesehen. Dies sei, so Krafft, eine fatale Situation in Zeiten des Arbeitskräftemangels. Die Konsequenz seien wenige Bewerberinnen und Bewerber mit zum Teil voneinander abweichenden Leistungserwartungen, wenn es um die Besetzung frei werdender Stellen gehe. Dabei seien in der Vergangenheit selbst ausgebildete Kräfte in der eigenen Verwaltung geblieben, um das Team zu ergänzen oder entstandene Lücken zu füllen. „Die Wirtschaft wird durch staatliche Kampagnen zur Ausbildung animiert. Es sei daher nicht hinnehmbar, dass die Verantwortung hierfür auf die Schulter der Wirtschaft abgewälzt werde. Stattdessen müsse der Rat seine Kontrollfunktion wahrnehmen und die Berufsausbildung in der Samtgemeindeverwaltung für das kommende Ausbildungsjahr anstoßen. Dabei betont er, dass es nicht nur um Verwaltungsfachangestellte, sondern um das gesamte Spektrum an Fachkräften geht, die eine moderne Verwaltung benötigt und für die die erforderlichen Ausbilderqualifikationen vorhanden sind. „Der Bäder- und Abwasserbetrieb gerät dabei schnell aus dem Blick. Gerade in diesen Bereichen besteht ein dringender Bedarf an Fachkräften“, so Krafft weiter. Krafft hofft auf die Unterstützung der anderen Fraktionen und ein Umdenken in der Verwaltungsspitze, um bereits im August die ersten beiden neuen Auszubildenden begrüßen zu können.
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