Stadtrat: Anträge und Aktuelles aus den Ausschüssen

von Eike Harden.

Nach der langen Sommerpause begann mit der Sitzung des Umweltausschusses am wieder die Arbeit im Stadtrat und seinen Ausschüssen. Die GRÜNEN beteiligen sich daran mit 3 Anträgen für den Bauausschuss, die es allerdings zunächst noch auf die Tagesordnung schaffen müssen: Dabei geht es um

  • die Bereitstellung von 170 000 € für Baumaßnahmen zur Förderung des Radverkehrs,
  • die Fortschreibung und künftig regelmäßige Aktualisierung des bestehenden Radverkehrskonzepts, um das Radwegenetz besser planen zu können, und
  • die Präsentation einer Unfalltypensteckkarte, mit dem Ziel, bestehende Gefahrenstellen auf den Straßen gezielt zu entschärfen.

fand bereits die Sitzung des Planungsausschusses statt. Besondere Kritikpunkte unserer Fraktion waren dabei die beiden Bebauungspläne: „Norderbülte“ in Winsen, und „Winkelfeld“ in Bahlburg. Der Bahlburger Plan wurde vom Landkreis Harburg als nicht zulässig eingestuft, eine Zustimmung unsererseits hätten wir für rechtswidrig gehalten. Die Stadtverwaltung möchte nämlich im so genannten „beschleunigten Verfahren“ vorgehen, und somit auf die Ausweisung von Ausgleichsflächen und die Durchführung einer Umweltprüfung verzichten. Dies ist im Außenbereich allerdings nur bei einer reinen Wohnnutzung möglich und nicht, wie in Bahlburg geplant, auch für ein neues Feuerwehrgelände.

An der Norderbülte wurde ein extrem autofreundliches Konzept, das nach unserer Ansicht nicht zukunftsfähig ist, mit einer 2-stöckigen Kindertagesstätte kombiniert, ohne dass klar ist, wie diese Einrichtung funktionieren soll. Auch diesem Vorhaben konnten wir daher nicht zustimmen.

Die weiteren Termine der wichtigsten Gremiensitzungen und die interessantesten Tagesordnungspunkte:

  • , 18 Uhr, Marstall: Ausschuss für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften – Vorstellung des Gutachtens zu Hotelstandorten und touristisches Informationssystem,
  • , 18 Uhr, Borsteler Grund 30 (Schule): Ausschuss für Schulen und Kindertagesstätten – Planung der neuen Schulsporthalle am Ilmer Barg, Ganztagsschulkonzept für die Grundschule Pattensen,

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Neue Wärmewelt: Keine Energiewende ohne Wärmewende

Der GRÜNEN-Ortsverband Winsen-Elbmarsch begrüßte am die energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Dr. Julia Verlinden, in der Winsener Stadthalle. Das Thema lautete „Energiewende schaffen – die Zukunft des Wohnens“.
Zur Energiewende gehöre nicht nur die Stromwende, also der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen und der Atomenergie zur Stromerzeugung, sondern auch eine Verkehrs- und eine Wärmewende. Denn sowohl im Verkehr als auch bei der Wärmegewinnung werden vorrangig fossile Energieträger verfeuert.

Nadja Weippert, Julia Verlinden und Reinhard RiepshoffNadja Weippert, die Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Landkreis Harburg, Julia Verlinden, Bundestagsabgeordnete und energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN-Bundestagsfraktion, und Reinhard Riepshoff, Kandidat für den Landtag (von rechts).

Über die Hälfte des Endenergieverbrauchs entfalle auf den Wärmesektor: Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme in der Industrie. Mit dieser Zahl beeindruckte Verlinden die Zuhörer. Deshalb haben wir Grünen im Bundestag eine Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie eine nachhaltige und sozial gerechte Wärmeversorgung aussehen kann. Unser Wohnungsbau-Experte war dabei immer mit einbezogen, denn wir wollten sozial gerechte und bezahlbare Lösungen vorschlagen. Am Ende stand sogar ein Gesetzentwurf, der allerdings von der Großen Koalition abgelehnt wurde.

Die Wärmewende soll die fossilen Brennstoffe vollständig durch erneuerbare Energieträger ersetzen: Ökostrom, Sonnenwärme, erneuerbar erzeugtes Gas und weitere sollen dazu beitragen.

Allein durch diesen Umstieg könne die Wärmewende aber nicht gelingen. Wichtig sei ebenso eine hohe Effizienz durch gute Dämmung, Kraft-Wärme-Kopplung, Abwärmenutzung und kurze Versorgungswege.

Die Wende solle über Steuervorteile und günstige Kredite gefördert werden. Nach dem Passivhaus-Standard kann man bereits heute günstiger bauen als nach dem gesetzlichen Standard, erklärte Verlinden in der anschließenden Diskussion. Energieeffizienz mache also niemanden arm.

Wir haben eine ganze Menge Anregungen mitgenommen, fasst Eike Harden, Sprecher des GRÜNEN-Ortsverbands zusammen. Die GRÜNEN machen Vieles besser, und die Energiewende ganz besonders. Aber es gibt auch viele Kleinigkeiten, auf die wir in den kommunalpolitischen Gremien achten können: Vom Passivhaus-Standard für unsere neue Wohnungsbaugesellschaft über Wärmenetze und erneuerbare Energieträger in Neubaugebieten bis zu einer Wärmeplanung auch im Bestand. Schließlich haben wir ganz persönliche Erkenntnisse gewonnen, welche Prioritäten Privateigentümer bei einer Sanierung ihres Hauses setzen sollten.

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Foto des grünen Fahrrads auf dem Schlossplatz

Alibiveranstaltung: Winsener Grüne beteiligen sich nicht beim „Stadtradeln“

Die Winsener Grünen nehmen 2017 – anders als in den vergangenen Jahren – nicht an der Aktion „Stadtradeln“ teil. „Das Stadtradeln ist eine reine Alibiveranstaltung der Stadt,“ sagt dazu Eike-Christian Harden, Sprecher des Ortsverbands. „Das Ziel der Aktion soll sein, Autofahrer davon zu überzeugen, aufs Fahrrad umzusteigen. Als politische Partei kümmern wir uns lieber darum, die Rahmenbedingungen fürs Radfahren zu verbessern. Wenn das nur im Schneckentempo vorankommt oder ganz ausgebremst wird, läuft diese Aktion einfach ins Leere.“

Das Fass zum Überlaufen brachte das weitgehend leer stehende Fahrradparkhaus am Bahnhof. Im Moment scheint es nur als 2. Wahl für alle zu dienen, die nicht das Glück hatten, eine Abstellbox zu ergattern. Doch im Augenblick ist der Nutzerkreis auf HVV-Dauerkarteninhaber beschränkt, ein „Ausprobieren“ ist nicht möglich.

Es fehlen aber nicht nur sichere Abstellgelegenheiten, sondern es hapert in der Stadt an vielen Detailfragen. Wer schon einmal am Abend vor einem Müllabholtermin versucht hat, auf einem Radweg zu fahren, kennt das: Der Weg ist zugestellt, auf den Fußweg darf und möchte man nicht ausweichen und auf die Straße traut man sich nicht, weil Autos drängeln oder gefährlich überholen. Wichtig wäre, bei der Verkehrsplanung alle Gruppen einzubeziehen statt für Autos zu planen und sich dann zu wundern, dass Fahrradfahrer und Fußgänger sich nicht sicher fühlen.

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Julia Verlinden

Energiewende schaffen: Besuch von Dr. Julia Verlinden

Der Ortsverband der GRÜNEN Winsen-Elbmarsch erwartet am Dr. Julia Verlinden zu einer Radtour und einem Diskussionsabend. Verlinden ist energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN im Bundestag und für die Wahl die niedersächsische Spitzenkandidatin der Partei. Übergreifendes Thema wird die Energiewende sein: Die Radtour „Energiewende schaffen – die Zukunft der Mobilität“ beginnt am Winsener Bahnhof und endet auch wieder dort. Der Diskussionsabend „Energiewende schaffen – die Zukunft des Wohnens“ beginnt im großen Saal der Winsener Stadthalle.

Als grüne Bundestagsfraktion haben wir von Anfang an gezeigt, wie wir GRÜNE es besser machen wollen – mit konkreten Vorschlägen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, einem echten Fracking-Verbot oder mit unserem Aktionsplan Faire Wärme, sagt Verlinden. Die Energiewende ist viel mehr als nur der Ausstieg aus der Atomkraft, neben elektrischem Strom für Haushalte und Industrie geht es auch um das Ende des Verbrennungsmotors im Straßenverkehr und eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Wie all diese Herausforderungen sozial verträglich zu meistern sind, darüber kann Verlinden kompetent wie kaum eine zweite informieren.

Weitere Informationen zu ihren Themen und Standpunkten auf ihrer Homepage.

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Landesinformationsgesetz: Auskünfte von Behörden sind zukünftig leichter zugänglich

Die Landesregierung hat einen Entwurf für ein Landesinformationsgesetz beschlossen. Damit sollen Bürger*innen künftig erleichterten Zugang zu Informationen erhalten. Außerdem sollen die auskunftspflichtigen Behörden gehalten sein, viele Informationen von sich aus im Internet zur Verfügung zu stellen. Bei all dem muss aber darauf geachtet werden, dass schützenswerte Belange, wie etwa persönliche Daten oder Geschäftsgeheimnisse, auch geschützt bleiben.

Die GRÜNEN in Winsen halten das für einen richtigen Schritt, hoffen, dass der Landtag das Gesetz bald beschließt und werden der Stadtverwaltung auf die Finger schauen, damit sie ebenfalls möglichst viele Informationen veröffentlicht – und sie nicht im Nirwana ihres Webauftritts versteckt.

Mehr Informationen

auf der Seite des Justizministeriums Niedersachsen zum Transparenzgesetz

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Aus dem Landtag: Rede zu Tempo 30

Rede von Maaret Westphely zu einem Antrag der FDP zum Modellversuch Tempo 30, um den sich Winsen bemüht (Berichte dazu hier und hier).

Rede

CDU und FDP reden hier die ganze Zeit nur von Einschränkungen und Verboten. Ich sehe das anders: Tempo 30 ist ein Gebot zum Schutz von Leben! Und das ist für uns das wichtigste.

Der Modellversuch steht auf 3 Säulen: Sicherheit, Lärm und Emissionen. In puncto Sicherheit und Lärm ist es unstreitig, dass Temporeduzierung Verbesserungen bringt. In Bezug auf die Emissionen gibt es widersprüchliche Ergebnisse – in Bezug auf Stickoxide, Feinstaub, CO2. In Berlin konnten aber deutliche Reduzierungen erzielt werden. Ein Grund, sich das genau anzuschauen. Wir sind der Gesundheit der Menschen in den Städten verpflichtet und deshalb ist es unsere Pflicht rauszuholen, was geht.

Was ich ja spannend finde: Niedersachsen ist die Heimat der Tempo-30-Zonen. Nach der kontroversen Debatte in den 70er- und 80er-Jahren wurde die erste Tempo-30-Zone in Deutschland als Modellversuch 1983 in Buxtehude eingeführt.

Ich habe den Eindruck, die FDP ist ungefähr in dieser Zeit hängen geblieben. Wir erinnern uns zum Beispiel an die Aktuelle Stunde zum Thema Spaß beim GTI-Fahren. Das ist nach meinem Geschmack ungefähr, als würde [die FDP] das Faxgerät mit einer Werbekampagne wiederbeleben wollen.

Inzwischen sind diese Zonen gesellschaftlicher Konsens. Und das aus gutem Grund: sie gewähren mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Denn je geringer die Geschwindigkeit, desto geringer auch die Unfallgefahr – egal ob im Wohngebiet oder an der Hauptverkehrsstraße. Ab Tempo 30 steigt die Unfallschwere dramatisch an. Das war auch der Hintergrund für die Bund-Länderinitiative für Tempo 30 vor Kitas und anderen sensiblen Einrichtungen.

Die Menschen wollen aber nicht, dass ihre Kinder nur vor der Schule sicher sind, sondern dass sie auch auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten sicher sind. Das ist der wichtigste Grund, warum wir weiter daran arbeiten, die Straßenverkehrsordnung so zu ändern, dass ihr höchstes Ziel sein muss, die schwachen Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Aber nach wie vor halten sich Widerstände und Vorurteile: Die Leistungsfähigkeit der Straße wird eingeschränkt durch Tempo 30 – falsch! Durch eine städtische volle Straße passen bei geringerer Geschwindigkeit genauso viele Autos durch. Grund ist der geringere Abstand zwischen den Fahrzeugen beim Fahren. (Sättigungsverkehrsstärke bleibt bei 2000 Kfz pro Stunde). Einschränkungen entstehen durch die Knotenpunkte und querende Autos, Radfahrer, Fußgänger – aber die wollen wir alle ja durchlassen. Das steht sogar im FDP-Antrag. Wenn Sie aber die Querungsmöglichkeiten nicht einschränken, wird ihre Forderung nach der Grünen Welle zu einer holen Phrase.

Zweites Vorurteil: Es dauert viel länger mit Tempo 30 durch die Stadt zu kommen – minimal! Sogar der ADAC hat bei Testfahrten auf einer 3,5 Kilometer langen Strecke eine etwa 2 Minuten längere Reisezeit festgestellt, andere Tests lagen bei 0 bis 1 Minute – alles Ergebnisse, die nicht volkswirtschaftlich relevant sind. Deshalb könnten wir uns eigentlich einig sein: wir tun was für die Sicherheit und fördern Tempo 30, statt überflüssige ideologische Grabenkämpfe zu führen.

Das Bundesverkehrsministerium lehnt weitergehende Änderungen der Straßenverkehrsordnung (außer den gerade beschlossenen) ab mit der Begründung: das würde die Kommunen in ihrer Entscheidungshoheit beschränken. Aber Fakt ist doch: Das starre Korsett der Straßenverkehrsordnung beschränkt auch jetzt die Entscheidungsfreiheit der Kommunen. Das wollen wir ändern mit dem Modellversuch, der weitere Möglichkeiten und Argumente für Temporeduzierungen liefern soll.

Damit treffen wir den Nerv vieler Kommunen und vor allem vieler Betroffener, die unter Lärm und Schadstoffen leiden. Immer mehr Menschen wollen ihre Stadt für sich, nicht die Autos entwickeln – es geht um Lebensqualität! Das ist klare Rückmeldung, die wir vielfach erhalten. Deshalb bin ich der Überzeugung wir brauchen eigentlich viel mehr als Modellprojekt Tempo 30, was wir brauchen ist eine weitere Änderung der Straßenverkehrsordnung. Eine Änderung, die es den Kommunen und damit den Menschen vor Ort ermöglicht, selbst zu bestimmen, wie sie sich ihr Lebensumfeld wünschen.

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Veggie Day – Folge 10

von Eike Harden.

Noch einmal mit deutlicher Verspätung, aber die Grippe ist (hoffentlich) überstanden!

Frühlingszwiebel-(Kartoffel-)Suppe

Zutaten

  • 45 g Butter
  • 170 g Frühlingszwiebeln, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder zerdrückt
  • 450 g Kartoffeln, grob gewürfelt
  • Bouquet garni (ein Bund Petersilie, Thymian, Lorbeer)
  • 1,2 l Brühe
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • 150 ml Sahne
  • Petersile, fein gehackt, zum Garnieren

Zubereitung

  1. Butter im Topf zerlassen und die Zwiebel und Knoblauch darin für etwa 5 Minuten glasig dünsten.
  2. Kartoffeln hinzufügen und bei kleiner Hitze für 10 Minuten weiter kochen, dann das Bouquet garni hinzufügen und mit der Brühe ablöschen, abschmecken und 40 Minuten köcheln lassen.
  3. Schließlich fein pürieren und wieder etwas erwärmen, aber nicht sieden lassen, mit Petersilie garniert servieren.

Käse und Pilze

Dieses Rezept ist eine freie Variation über das Hamburger „Rundstück warm“. Es verzichtet auf den Braten und fügt dafür etwas Käse zur Soße hinzu.

Zutaten

  • 4 Scheiben Toastbrot
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder zerdrückt
  • Butter
  • 230 g Champignons in Scheiben
  • 30 g Mehl
  • 280 ml Milch
  • 55 g Cheddar, fein gerieben (ich ersetze gerne die Hälfte davon durch eine klein gerissene Scheibe)
  • 1 El Sahne
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Petersilie, fein gehackt, zum Garnieren (optional)
Käse und Pilze

Käse und Pilze auf Toast

Zubereitung

  1. Die Brotscheiben toasten. Wer mag, kann sie mit Butter bestreichen.
  2. Zwiebel und Knoblauch in ausreichend Butter anschwitzen, dann Champignons hinzufügen. Mischung gleichmäßig auf die 4 Brotscheiben verteilen
  3. Mehl mit etwa 20 g zerlassener Butter verrühren, keine Klumpen bilden lassen! Dannlangsam unter Rühren die Milch hinzufügen, schließlich die Hälfte des Käses in der warmen Mehlschwitze auflösen.
  4. Die Mehlschwitze auf die 4 Scheiben verteilen, mit dem Rest Cheddar bestreuen und entweder servieren oder im Ofen überbacken (beides schmeckt gut; es geht tatsächlich auch ohne Überbacken, wie beim Rundstück warm!)

Spinat-Pilz-Salat mit Blauschimmelkäse-Dressing

Wenn man vom Schneiden und Hacken absieht, ist dieser Salat sehr schnell gemacht – und er schmeckt fantastisch!

Zutaten

  • 3 bis 4 El gutes Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen, in ganz kleinen Würfeln
  • 30 g Blauschimmelkäse
  • 1 El Weinessig (ich nehme am liebsten Rotweinessig)
  • 250 g Spinat, ohne Stengel und schön fein gehackt (am besten ist frischer Babyspinat, aber es geht auch die tiefgekühlte Variante, wenn man die Zeit bis zum nächsten Mai nicht mehr abwarten kann!)
  • 250 g Pilze (ich nehme meistens Champignons), in Scheiben
Spinat-Pilz-Salat

Spinat-Pilz-Salat mit Blauschimmelkäse-Dressing

Zubereitung

  1. Für das Dressing etwas Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und darin den Knoblauch nur kurz anschwitzen. Den Käse hinzufügen und rühren, bis die Mischung cremig ist. Nach und nach den Rest Öl und den Essig hinzufügen, dabei immer gut rühren.
  2. Spinat und Pilze vermischen, das warme Dressing darübergeben und alles gut mischen.

Digestive Biscuits (englische Verdauungskekse)

Zutaten

  • 200 g Mehl (das mir übergebene Originalrezept verlangt 170 g Vollkornmehl und 30 g weißes Mehl, aber ich nehme immer nur Vollkorn)
  • 30 g Haferflocken
  • 2 Tl Zucker (meine Meinung: optional)
  • 1 Tl Backpulver
  • 75 g Butter (Walnussöl ist eine sehr interessante Alternative!)
  • Milch zum Binden

Zubereitung

  1. Die trockenen Zutaten mischen, dann Butter hinzugeben und schließlich gerade so viel Milch, dass ein zusammenhaltender, aber zäher Teig entsteht.
  2. Den Teig flach ausrollen und kleine runde Plätzchen ausstechen oder schneiden (ungefähr 6 cm im Durchmesser). Wer sich das mehrfache Ausrollen ersparen will, kann aber ebenso gut quadratische Plätzchen zurechtschneiden.
  3. Für etwa 20 Minuten bei 150°C im Ofen backen.
  4. Wirklich vorsichtig sein: Die Kekse sollen nicht dunkel oder hart werden!

Honigkuchen

Dieser Honigkuchen ist sehr einfach gemacht, aber die Menge an Honig darin ist beachtlich! Eine vegane Abwandlung davon ist nur für diejenigen möglich, die noch Honig essen, aber: angesichts des Bienensterbens sind die Honigesser wohl die deutlich kleinere Gefahr für die Bienen als die industrialisierte Landwirtschaft, die riesige Mengen Futtergetreide benötigt und mit dem Einsatz von Neonicotinoiden erzielt. Merke: Wer Fleisch isst tötet mehr Bienen als wer Honig isst!

Zutaten

  • 110 g Butter
  • 225 g Honig
  • 2 Eier
  • 225 g Mehl
  • 1 Tl Backpulver
  • Salz, womöglich noch: Milch

Zubereitung

  1. Butter und Honig kräftig durcheinander rühren, die Eier steif schlagen und alles mit Mehl, Backpulver und Salz vermengen. Sollte der Teig sehr zähflüssig sein: Milch hinzufügen.
  2. Für 45 Minuten im Ofen bei 180°C backen.

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Veggie Day – Folge 9

von Eike Harden.

Wegen Krankheit mit 2 Tagen Verspätung hier 5 neue Rezepte für mit regionalen Zutaten frisch zubereitbare vegetarische Gerichte.

Frühlingssuppe

Diese Suppe folgt einem traditionellen irischen Rezept, verfolgt aber einen ziemlich modernen Gedanken: „Detox“. Sie soll giftige Stoffe aus dem Körper transportieren helfen und so entgiften oder entschlacken. Ob das so funktionieren kann wie es aktuelle Werbung gerne verspricht, denke ich eher nicht, aber: Der Leber und den Nieren zu helfen, potenziell giftige Stoffe effizienter auszuschwemmen, ist sicherlich eine gute Idee. Und ein nicht allzu fettes Essen, das dazu viel Flüssigkeit enthält (wie eine Gemüsesuppe), ist dazu geeignet. Wer keine Zeit findet, Brennnesseln zu sammeln (oder das Pflücken der zarten Spitzen mit Handschuhen scheut), nimmt statt dessen Kresse oder anderes frisches Grün.

Zutaten

  • 2 Tl Butter
  • 350 g Kartoffeln, mehligkochend, in Würfeln
  • 150 g milde Zwiebeln, fein gehackt
  • 3 Tassen frische Brennnessel-Spitzen, gründlich gewaschen
  • 1,5 l Brühe (im Original: Hühnerbrühe – das ist für die menschliche Gesundheit zwar ebenso zuträglich wie Gemüsebrühe, aber der Gesundheit der Hühner eher abträglich)
  • 2 Tl fein gehackter Schnittlauch oder Petersilie zum Garnieren
  • Wer mag, fügt noch ein Häubchen aus ganz leicht geschlagener Sahne hinzu
Frühlingssuppe

Frühlingssuppe

Zubereitung

  1. Die Butter in einem großen Topf auslassen und darin die Kartoffel- und Zwiebelstücke bei milder Hitze für etwa 10 Minuten dünsten.
  2. Die Brühe hinzugeben und zum Kochen bringen, dann die Kartoffeln noch ein bisschen kochen lassen.
  3. Die Brennnesseln so hinzugeben, dass sie höchstens 5 Minuten mitkochen (sie werden sonst braun und schmecken streng; brennen können sie nach dem Kochen aber nicht mehr!)
  4. Pürieren, wieder erwärmen, garnieren und servieren!

Kleine Frühkartoffeln, mit Honig oder Olivenöl überzogen

Frische, kleine Kartoffeln sind eigentlich immer gut, aber man kann sie mit vielen verschiedenen Zutaten noch etwas mehr Reiz verschaffen – und sie dann noch öfter genießen!

Zutaten

  • Kartoffeln, sehr jung und klein, nicht geschält, sondern gründlich gewaschen
  • Salz und 1 Lorbeerblatt
  • Butter, ungesalzen, frische gehackte Petersilie, Honig (Verhältnis 1 : 1 : 2)
  • Olivenöl, die beste Qualität
  • schwarzer Pfeffer, direkt aus der Mühle

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln und das Lorbeerblatt (oder auch ohne – gerade die Öl-Variante schmeckt besser mit) in kaltem Salzwasser in einer einzigen Schicht auf dem Boden verteilen und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, den Topf abdecken und Kartoffeln gar köcheln lassen.
  2. Wenn gar, die Kartoffeln abgießen und abtrocknen, in der Mitte durchschneiden, mit Butter/Petersilie/Honig oder mit Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer (wenn noch nötig) abschmecken.

Weißer Spargel in Orangenbutter

Auch wenn es noch nicht ganz so weit ist: Es gibt eine kurze Zeit, zu der Spargel gemeinsam mit Blutorangen Saison haben, das ist noch einmal besser. Orangen sind in Mittel- und sogar Nordeuropa unter Fürsten seit dem 18. Jahrhundert weit verbreitet gewesen; sie brauchen nur einen Wintergarten (eine Orangerie).

Zutaten

  • 12 große, dicke Stangen (weißen) Spargel, geschält
  • 1 ganze Blutorange
  • 115 g kalte (ungesalzene) Butter
  • 1 Tl Schlagsahne
  • Salz und Pfeffer
Spargel in Orangenbutter

Spargel in Orangenbutter

Zubereitung

  1. Den Spargel in etwa 1 l kochendes Salzwasser geben und gar kochen lassen (dauert etwa 20 Minuten)
  2. In der Zwischenzeit, den Saft aus der Orange pressen und die Schale ganz fein abreiben. Beides in eine schwere Pfanne geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Die Hitze verringern und langsam einkochen lassen, bis nur noch etwa 2 Tl Flüssigkeit übrig sind (ich persönlich bevorzuge es, die Schale nicht ganz so fein zu reiben und sie hinterher rauszsieben, aber das ist Geschmackssache!)
  3. Die Butter in mehrere (vielleicht 6?) Teile aufteilen. Nun die Soße zubereiten: Orangensaft mit der Sahne verrühren (das macht die Soße etwas stabiler) und auf niedrigster Stufe die Butter Stück für Stück einrühren. Sie soll nicht in die Soße hineinschmelzen, sondern eine Emulsion ergeben & ndash; die Soße ist auch nicht heiß zu servieren, sondern warm.
  4. Wenn der Spargel gar ist, aus dem Topf nehmen, abtrocknen und auf einer vorgewärmten Platte servieren, die warme Soße dazu reichen, sobald sie fertig ist.

Hasselbacks Kartoffeln

Im Stockholmer Hotel „Hasselbacken“ gab es einst eine Kochschule, in der dieses Rezept in den 1950er Jahren entdeckt wurde. Es schmeckt mir wirklich ausgezeichnet.

Zutaten

  • 8 bis 12 Kartoffeln, mehligkochend, geschält
  • 50 g Butter, sehr weich
  • 4 El Semmelbrösel
  • Salz
Hasselbacks Kartoffeln

Hasselbacks Kartoffeln (hier: mit einem Apfel-Pickle aus dem letzten Herbst, das noch vor dem Sommer leer werden sollte)

Zubereitung

  1. Den Backoden auf 225°C vorheizen.
  2. Die Kartoffeln nacheinander auf einen Holzlöffel legen und mit einem Messer der Länge nach anschneiden, bis der Löffelrand erreicht ist. Der Sinn dieser merkwürdigen Anweisung ist, die Kartoffeln sehr weit, aber eben nicht ganz durchzuschneiden.
  3. Die Butter in einer Form oder einem Bräter zerlassen (der kommt später mit den Kartoffeln in den Ofen!) Die Kartoffeln hineingeben und mit flüssiger Butter bestreichen.
  4. Die Kartoffeln 30 Minuten im Ofen garen, dabei alle 10 Minuten herausnehmen und noch einmal mit Butter bestreichen. Schließlich ein letztes Mal mit BUtter bestreichen, Salz und die Semmelbrösel darüberstreuen und im Ofen lassen, so dass die Brösel noch etwas bräunen.

Barm Brack

Barm Bracks (oder in einem Wort „Barmbracks“) haben eine gewisse Ähnlichkeit mit deutschen Rosinensemmeln (oder für Hamburger: Klöben). Sie sind eine irische Tradition für die vier wichtigen Feste am 1. Mai (in Deutschland bekannt als Walpurgisnacht), 1. August, 1. November (Allerheiligen, der Vorabend ist (All) Hallows E'en(ing) – schottisches Englisch für Vortag von Allerheiligen und bekannt als Halloween) und am 1 Februar. Heute sind sie besonders als Halloween-Speise bekannt, sie eignen sich aber für den 1. Mai ebenso.

Der Name leitet sich übrigens vermutlich vom Irischen „bairín breac“ (geflecktes Brot, sprich: ba(i)rrien bräck) ab. Das hier präsentierte Rezept ist das leichter zuzubereitende „tea brack“, das man eher zu Hause backt, weil es mit Backpulver und nicht Hefe zum Gehen angetrieben wird. Richtige Barm Bracks kauft man lieber in einer Bäckerei. Achtung: Das Rezept verlangt, dass einige Zutaten über Nacht stehen bleiben, also schon einen Tag früher anfangen!

Zutaten

  • 500 g Rosinen und Sultaninen (gemischt; wer den Unterschied nicht kennt, wird ihn hier auch nicht schmecken!)
  • 60 g Orangeat (oder gemischt mit Zitronat, oder gemischte frische Zitrusschalen, optional)
  • 230 g brauner Kandis
  • 500 ml schwarzer Tee, heiß und stark, am besten eine indische Mischung wie Ceylon und Assam – das sind etwa Ostfriesen- oder English Breakfast-Mischungen (wer sich den Abend verschönern möchte, bereitet 1 l zu und trinkt die andere Hälfte)
  • 350 g Mehl
  • 2 Tl Backpulver
  • 2 Eier (Größe M), geschlagen
  • etwas Honig zum Glasieren
  • 1 Kuchenform, 20 cm im Durchmesser und 7,5 cm tief
Barm Brack

Barm Brack

Zubereitung

  1. Rosinen (und Sultaninen), Orangeat, Tee und Zucker in einer großen Schüsel vermischen, bis sich der Zucker völlig gelöst hat, und über Nacht stehen lassen.
  2. Am nächsten Morgen Mehl, Backpulver und Eier hinzufügen und gut durchmischen; den Ofen auf 160° vorheizen. Den fertigen Teig in die Form füllen.
  3. Im Ofen etwa 1 1/2 Stunden backen. 10 Minuten vorher die Form aus dem Ofen nehmen und den Barm Brack (Ja, bairín ist ein Maskulinum!) mit Honig bestreichen. Wieder in den Ofen damit und zu Ende backen!
  4. Ein Barm Brack hält sich bis zu 5 Tage in einer Dose im Kühlschrank. Man kann die Stücke auch toasten und mit Butter essen.

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Förderung von Kulturprojekten: Winsen verpasst Anschluss

von Eike Harden

Das Land Niedersachsen hat ein neues Förderprogramm für Kulturprojekte und Kulturträger aufgelegt, das speziell auf „kleine“ Träger ausgelegt sein soll. Unten folgt die Pressemeldung von unserem kulturpolitischen Sprecher im Landtag, Volker Bajus. Leider wird Winsen sich nicht einmal bemühen können, aus diesem Topf gefördert zu werden, da unseren örtlichen Trägern die Kapazitäten fehlen, sich darum zu bewerben.

Dieses Programm übernimmt Kosten für kleinere Anschaffungen, die sonst von der Stadt erbettelt werden müssen – ein zäher und langsamer Prozess im Ausschuss – oder die aus privaten Spenden aufgebracht werden müssten. Dringend notwendig wäre es daher, dass die Stadt endlich einen Kulturförderer anstellte, der unter anderem folgende Aufgaben hätte:

  • Die in Winsen bereits tätigen Kulturschaffenden unterstützen, wenn sie sich um Fördermittel aus der öffentlichen Hand oder von privat (beispielsweise Stiftungen) bewerben. Das würde auch den etablierten Vereinen wie Musikschule, Kulturverein, Heimat- und Museumsverein, Theaterabteilungen der Sportvereine … konkret helfen. Regelmäßig müssten dazu Treffen stattfinden, bei denen mögliche Förderungen und bereits bestehende Initiativen und Programme abgeglichen werden, um das Bewährte weiterzuentwickeln und neue Ideen entstehen zu lassen.
  • Die in Winsen und Umgebung bereits tätigen Kulturschaffenden, die nicht in Vereinen organisiert sind, stärker miteinander zu vernetzen und „Kultur-Cluster“ zu schaffen. Hier geht es etwa um gemeinsame Konzerte von Nachwuchsbands, gemeinsame Kunstausstellungen verschiedener Künstler oder Cross-over-Veranstaltungen zwischen ganz verschiedenen Kulturangeboten, gebündelt an innovativen Orten, die es zu beleben gilt.
  • Besonders wünschenswert in diesem Rahmen wäre eine gezielte Jugendarbeit in enger Absprache mit der Stadtjugendpflege. Kunst und Kultur sind beispielsweise längst als exquisite Suchtprävention erkannt!

Gegenwärtig sind wir in Winsen leider noch meilenweit davon entfernt.

Investitionsprogramm hilft Kulturschaffenden konkret

Pressemeldung vom

Darum geht's

2017 und 2018 sollen kleine Kultureinrichtungen landesweit mit jeweils 850 000 € gefördert werden.

Das sagen die GRÜNEN

Volker Bajus:

Gerade kleine Kultureinrichtungen haben es häufig schwer, Investitionen zu stemmen. Da auf kommunaler Ebene die Mittel meist eng begrenzt sind, setzt das Förderprogramm genau hier an. Denn gerade die vielen kleinen Initiativen und Träger sorgen für eine gute Versorgung mit bunten und vielfältigen Angeboten. Genau das braucht das Flächenland Niedersachsen.

Keine Initiative soll daran scheitern, dass sie das Geld für eine Mikroanlage, eine Rollstuhl-Rampe oder für einen neuen Computer nicht aufbringen kann. Kunst und Kultur befördern den gesellschaftlichen Austausch und machen neue Sichtweisen möglich. Das ist gerade in Zeiten wichtig, in denen sich viel verändert.

Hintergrund

Das Programm ist Teil eines 3 Millionen schweren Investitionspaketes, das zum einen Förderungen für einzelne Sparten wie die Soziokultur, die freien Theater und die Rock- und Popmusik vorsieht. Daneben stehen rund 1,7 Millionen Euro der Gesamtsumme jetzt allen kleinen Kulturträgern im Land zur Verfügung. Damit kommt die Grüne Ministerin Gabriele Heinen-Kljajić den Forderungen aus den Reihen der Landschafts- und der Kulturfachverbände nach, die sich Investitionshilfen gerade für die kleinen Einrichtungen gewünscht haben.

Link zu weiteren Infos auf der Website des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

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Veggie Day – Folge 8

von Eike Harden.

Heute mit orientalischen Köstlichkeiten! Im Nahen Osten sind die Zutaten für diese Speisen schon etwas früher reif und frisch von den Feldern, Bäumen, oder weiß der Himmel, woher, verfügbar. Deswegen habe ich mit diesen Frühlingsboten gewartet, bis sie auch im mitteleuropäischen Klima regional zu bekommen sind. Ausnahmsweise habe ich wieder einmal Reis verwendet für das erste Gericht, aber das schmeckt auch mit Bulgur oder Couscous, also Weizen- oder Gerstenschrot. Und spätestens beim Gerstenschrot gilt die Erkenntnis der alten Römer: Die Barbaren im Hohen Norden (wie etwa Germania) leben unter so unvorteilhaften Bedingungen, dass sie sogar die minderwertige Gerste essen. Das haben sie nun mit den Barbaren aus Africa bis heute gemeinsam!

Rosinen-Walnuss-Reis (Dami-je Keschmesch), dazu Spinat mit Joghurt (Boraani Esfanaadsch)

Reis zu kochen ist eine hohe Kunst der persischen Küche, aber wer sich nach den Anweisungen richtet, dem gelingt es leicht. Wie man das beste Ergebnis mit Gerstenschrot erzielt? – Tja, da bin ich überfragt! Das ist aber ja dem Experiment zugänglich …

Zutaten

  • 1 große Zwiebel, in kleine Stücken
  • Öl zum Andünsten
  • 500 g junger Blattspinat, ohne dicke Stiele, gewascehn und in grobe Stücke geschnitten
  • 2 Zehen Knoblauch (nach Belieben; das Rezept ist auf eher milden wilden Knoblauch ausgelegt)
  • 250 g Joghurt (10 % Fett im Idealfall, aber 3,5 % gehen auch)
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Msp. frisch gemörserter Safran (Safranfäden behalten ihr Aroma viel länger als fertig gemahlenes Safranpulver. Safranfäden werden mit etwas Zucker gemischt, dann gemörsert und in wenig Wasser aufgelöst, bevor sie ans Essen kommen.
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in kleinen Stücken
  • Öl zum Andünsten, etwa 1 El
  • 100 g Rosinen
  • 1/2 Tl Kurkumapulver
  • 1/2 Tl Reisgewürz (Eine Mischung aus geriebener Muskatnuss, Kardamompulver, Zimtpulver und gemahlenen Rosenblüten im Verhältnis 1 : 1 : 2 : 2, als Ersatz für die gemahlenen Blüten Rosenöl oder Rosenwasser)
  • 100 g Walnüsse, grob gehackt
  • 300 g Basmatireis
  • 50 g Butter
  • Salz
Rosinen-Walnuss-Reis

Rosinen-Walnuss-Reis, dazu Spinat mit Joghurt

Zubereitung

  1. Spinat: Zwiebelstücke im Öl geoldgelb andünsten.
  2. Den Spinat bei mittlerer Hitze zunächst leicht dünsten, dann unter scharfer Hitze und ständigem Rühren das Wasser verdunsten lassen, danach in eine große Schüssel geben und abkühlen lassen.
  3. Knoblauch zerdrücken und mit Zwiebeln und Joghurt unter den Spinat rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten noch etwas im Kühlschrank ziehen lassen.
  4. Reis: Zwiebeln mit Öl goldgelb andünsten.
  5. Rosinen unterheben und 2 Minuten mitbraten, würzen, vom Herd nehmen und die Walnüsse unterheben.
  6. 600 ml Wasser zum Kochen bringen, Reis und Butter hineingeben und mit Salz abschmecken. Bei mittlerer Hitze so lnage kochen, bis der Reis beginnt, das Wasser aufzunehmen.
  7. Rosinen-Walnuss-Mischung mit dem Reis vermischen, den Topfdeckel in ein Tuch einwickeln und das Gericht bei schwacher Hitze 30 Minuten lang dämpfen. Beim Reis entsteht so eine leckere Kruste am Topfboden, während er ohne das Einwickeln durch das am Deckel kondensierte und zurücktropfende Wasser stark zerkocht.

Grünes Omelett (Kuku-je Ssabsi)

2 Vorbemerkungen zu Omeletts: Sie sind auch für Picknicks geeignet, weil sie auch kalt gut schmecken. Und zweitens: Je länger man rührt, umso luftiger wird das Omelett.

Zutaten

  • 200 g frische glatte Petersilie, fein gehackt
  • 200 g Koriandergrün, fein gehackt (wer das nicht mag: mehr Spinat ist auch in Ordnung!)
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, fein gehackt
  • 200 g Blattspinat
  • 4 Eier
  • 2 El Walnüsse, grob gehackt
  • 1 El Weizenmehl
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1/4 Tl Kurkumapulver
  • 1 El Berberitzen (die sind manchmal schwer zu bekommen und sie selbst anzubauen macht keinen Spaß – besonders das Pflücken!)
  • Öl
Grünes Omelett

Grünes Omelett (Kuku-je Ssabsi)

Zubereitung

  1. Das feingehackte Grünzeug mischen.
  2. Eier in einer Schüssel schaumig schlagen, dann mit der Kräutermischung, Walnüssen und Mehl vermengen und mit den Gewürzen abschmecken (Kurkumapulver schmeckt nicht besonders intensiv, gibt aber eine schöne gelbe Farbe – es ist der Safran des kleinen Mannes).
  3. Die Berberitzen dazugeben; wer keine bekommen hat, verzichtet drauf: Grün schmeckt auch ohne rote Einsprengsel (und ohne gelbe auch!)
  4. Öl erhitzen und darin die Kräuter-Ei-Mischung von einer Seite goldbraun anbraten. Wie gesagt: Hier kann man grundsätzlich rühren und je länger, umso luftiger das Endergebnis – allerdings ist dieses Omelett nicht als besonders luftig gedacht. (Leichter geht das Wenden, wenn Sie das Omelett vorher vierteln!)

Kartoffelkuchen

Dies ist für viele eine besondere Überraschung: Ein orientalisches Kartoffelrezept! Und das Ergebnis schmeckt nicht nur heiß, sondern auch noch kalt.

Zutaten

  • 500 g Kartoffeln, festkochend oder vorwiegend festkochend, geschält und in großen Würfeln
  • Salz
  • 2 Zwiebeln, in kleinen Würfelchen
  • 6 El Öl
  • 1 Bund Petersilie, fein gehackt
  • 1/2 Tl Kurkumapulver und gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1/4 Tl frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 Prise Zimt(-pulver)
  • 4 Eier
  • 1 Zitrone (benötigt wird der Saft zum Beträufeln, aber das ist optional!)

Zubereitung

  1. Kartoffeln in Salzwasser weich kochen, abgießen und abtropfen lassen.
  2. Zwiebeln in 2 El Öl bei schwacher Hitze goldgelb andünsten.
  3. Kartoffeln zerdrücken, Petersilie, Zwiebeln und Gewürze (auch noch etwas Salz) unterrühren. Eier aufschlagen, leicht verquirlen und ebenfalls unter die Kartoffelmasse heben.
  4. Im restlichen Öl die Kartoffelmasse bei kleiner Hitze ohne Deckel etwa 10 Minuten braten, wenden und noch einmal etwa 8 Minuten von der anderen Seite garen.
  5. Wer mag: Mit Zitronensaft beträufeln. In jedem Fall: Heiß aus der Pfanne servieren.

Spinatsalat mit Minzsirup (Scharbat-e Sekandschabin)

Der Minzsirup eignet sich auch als erfrischendes Dressing zu anderen Salaten. Und im Sommer wird er im Iran gerne mit geriebener Gurke vermischt.

Zutaten

  • 1 kg Zucker (für 1 1/2 l Sirup!)
  • 150 ml Apfelessig
  • 5 Zweige frische Minze
  • 750 g Spinat
  • Salz
  • 4 El Olivenöl
  • 40 g Pinienkerne, oder Mandeln, gehackt
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 4 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 1 rote Chilischote, fein geschnitten, mit Kernen (wenn das z scharf sein sollte, geht es zur Not auch ohne!)
  • 40 g Rosinen, oder andere klein gehackte Trockenfrüchte
  • 1/2 Tl Korianderpulver
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 El Zitronensaft

Zubereitung

  1. Zucker mit 1/2 l Wasser und Apfelessig zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten kochen lassen.
  2. Die Minze zu einem Sträußchen binden und 5 Minuten mit den anderen Zutaten zusammen kochen, dann herausnehmen und den Sirup abkühlen lassen, danach in eine sterilisierte Flache füllen und verschließen.
  3. Den Spinat kurz in Salzwasser blanchieren, also aufkochen lassen, etwa 2 Minuten kochen und dann unter reichlich kaltem Wasser abschrecken.
  4. Im Öl die Pinienkerne anrösten, dann Zwiebeln, Knoblauch, Chili und Rosinen dazugeben und kurz weiterbraten.
  5. Spinat unterheben, mit Gewürzen abschmecken und unter Rühren so lange erhitzen, dass der Spinat wieder heiß serviert werden kann.

Rhabarbersorbet

Rhabarber gehört zu den wenigen Dingen, die den Frühling noch besser machen als er an sich schon ist. Ein anderes ist Eis. Hier haben wir eine Kombination aus beiden.

Zutaten

  • 500 g Rhabarber, abgefädelt und in Scheiben geschnitten
  • 125 g Zucker
  • 2 El Rosenwasser
  • 1 Prise Zimt(-pulver), wer mag: Minze zum Garnieren und 2 Tropfen rote Lebensmittelfarbe

Zubereitung

  1. Rhabarber, Zucker und 150 ml Wasser in einem Topf heiß werden lassen und bei kleiner Hitze in ungefähr 10 Minuten den Rhabarber weich kochen.
  2. Rhabarber und Kochflüssigkeit pürieren und womöglich durch ein Sieb streichen, falls das Püree noch sehr fasrig ist, mit Rosenwasser und Zimt vermischen.
  3. Die Mischung ins Gefrierfach stellen. Es dauert etwa 4 Stunden bis sie fest ist, dabei immer wieder einmal umrühren.

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