Neue Wärmewelt: Keine Energiewende ohne Wärmewende

Der GRÜNEN-Ortsverband Winsen-Elbmarsch begrüßte am die energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Dr. Julia Verlinden, in der Winsener Stadthalle. Das Thema lautete „Energiewende schaffen – die Zukunft des Wohnens“.
Zur Energiewende gehöre nicht nur die Stromwende, also der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen und der Atomenergie zur Stromerzeugung, sondern auch eine Verkehrs- und eine Wärmewende. Denn sowohl im Verkehr als auch bei der Wärmegewinnung werden vorrangig fossile Energieträger verfeuert.

Nadja Weippert, Julia Verlinden und Reinhard RiepshoffNadja Weippert, die Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Landkreis Harburg, Julia Verlinden, Bundestagsabgeordnete und energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN-Bundestagsfraktion, und Reinhard Riepshoff, Kandidat für den Landtag (von rechts).

Über die Hälfte des Endenergieverbrauchs entfalle auf den Wärmesektor: Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme in der Industrie. Mit dieser Zahl beeindruckte Verlinden die Zuhörer. Deshalb haben wir Grünen im Bundestag eine Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie eine nachhaltige und sozial gerechte Wärmeversorgung aussehen kann. Unser Wohnungsbau-Experte war dabei immer mit einbezogen, denn wir wollten sozial gerechte und bezahlbare Lösungen vorschlagen. Am Ende stand sogar ein Gesetzentwurf, der allerdings von der Großen Koalition abgelehnt wurde.

Die Wärmewende soll die fossilen Brennstoffe vollständig durch erneuerbare Energieträger ersetzen: Ökostrom, Sonnenwärme, erneuerbar erzeugtes Gas und weitere sollen dazu beitragen.

Allein durch diesen Umstieg könne die Wärmewende aber nicht gelingen. Wichtig sei ebenso eine hohe Effizienz durch gute Dämmung, Kraft-Wärme-Kopplung, Abwärmenutzung und kurze Versorgungswege.

Die Wende solle über Steuervorteile und günstige Kredite gefördert werden. Nach dem Passivhaus-Standard kann man bereits heute günstiger bauen als nach dem gesetzlichen Standard, erklärte Verlinden in der anschließenden Diskussion. Energieeffizienz mache also niemanden arm.

Wir haben eine ganze Menge Anregungen mitgenommen, fasst Eike Harden, Sprecher des GRÜNEN-Ortsverbands zusammen. Die GRÜNEN machen Vieles besser, und die Energiewende ganz besonders. Aber es gibt auch viele Kleinigkeiten, auf die wir in den kommunalpolitischen Gremien achten können: Vom Passivhaus-Standard für unsere neue Wohnungsbaugesellschaft über Wärmenetze und erneuerbare Energieträger in Neubaugebieten bis zu einer Wärmeplanung auch im Bestand. Schließlich haben wir ganz persönliche Erkenntnisse gewonnen, welche Prioritäten Privateigentümer bei einer Sanierung ihres Hauses setzen sollten.

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