Tönnhausen

Radtour: GRÜNES Fahrrad ist dabei! Die Störche auch?

Am , laden die Winsener GRÜNEN zu einer gemeinsamen Radtour ein, bei der die Kandidatinnen und Kandidaten mit Ihnen ins Gespräch kommen wollen. Die Strecke führt weitgehend über ebenes Gelände und ist rund 30 km lang. Dabei sein wird auch das „GRÜNE Fahrrad“ des Ortsverbands.

Foto des grünen Fahrrads auf dem Schlossplatz

Das GRÜNE Fahrrad vor dem Schloss


Start ist um 14 Uhr vor der Schlossplatzbühne. Die Tour führt zunächst entlang des Neubaugebiets Winsener Wiesen, dann über Stöckter Deich und Seebrückenweg bis nach Drennhausen. Im „Elbcafé“ wird auf halber Strecke bei Kaffee und Kuchen eine Rast eingelegt. Der Rückweg ist über Hunden und Tönnhausen geplant, enden wird die Tour wieder auf dem Schlossplatz.

Ursprünglich hatten wir geplant, bereits Anfang Juli zu fahren und die Storchenjungen in ihren Nestern zu sehen. Die Ferien- und Urlaubszeit hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht!

Das GRÜNE Fahrrad ist dabei, die meisten Kandidaten auch, die Störche vielleicht – was ist mit Ihnen?

Hier einige Auszüge aus unserem Wahlprogramm, die wir entlang der Strecke vor Ort diskutieren können:

  • In der dichter bebauten Kernstadt sollen unterschiedliche Grünflächen besser vernetzt werden. Wir GRÜNE wollen, dass der Bauhof diese Flächen so bewirtschaftet, dass sie die städtischen Grünflächen optimal vernetzen und keine Lebewesen (z. B. Nützlinge wie Wildbienen) behindert werden. Dazu gehört auch die Bepflanzung der Kreisel und Pflanzbeete in der Innenstadt.
  • Neubaugebiete (Wohnen und Gewerbe) sollen zurückhaltend ausgewiesen werden, um den Flächenverbrauch zu minimieren. Durch hocheffiziente Energiespar- und Plushäuser wird aber weniger Energie verbraucht und somit das Klima geschont. Um den Neubau solcher Wohnhäuser zu ermöglichen, sollen neue Wohngebiete vorgesehen werden. Sonst setzen wir in Winsen (der „Kernstadt“) auf Nachverdichtung durch mehr Geschosswohnungsbau in nahverkehrsgünstiger Lage. In den Ortsteilen wollen wir die dörflichen Strukturen erhalten, indem wir auf Neubaugebiete an den Ortsrändern verzichten und im Ortskern nur behutsam nachverdichten. Die oben beispielhaft genannten Maßnahmen für die Grünflächenvernetzung sollen auch bei Neubaugebieten umgesetzt werden.
  • Zum Hochwasserschutz gehört der Erhalt naturnaher Überschwemmungsflächen und die konsequente Pflege der Entwässerungsgräben. Wir wenden uns in diesem Zusammenhang ganz entschieden gegen die weitere Vertiefung der Elbe. Die Osterwiesen wurden als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das ist ein Erfolg grüner Anstrengungen. Wir wollen, dass die Schutzgebiete im Stadtgebiet aufgewertet und wenn möglich erweitert werden.
  • Tourismus und Gastronomie sollen als wirtschaftliche Säulen Winsens gestärkt werden. Wir GRÜNE fordern Verbesserungen für den naturnahen und Fahrrad-Tourismus. Die Abtragung des Stöckter Deiches, der ein wichtiges Naherholungs- und Touristenziel und kulturgeschichtlich wertvoll ist, lehnen wir ab.
  • Winsen soll sich als Kulturstandort stärker profilieren. Dazu wollen wir GRÜNE ein Kulturreferat schaffen, das Mittel sowohl für zentrale Dienste bekommt als auch für kulturelle Projekte und für die nachhaltige Durchführung von wertvollen Kulturprojekten. Als zentrale Anlaufstelle bietet sich die Stadtbücherei im Marstall an.
  • Das Rad als umwelt- und klimafreundlichstes Fahrzeug muss bei der Fahrbahngestaltung oberste Priorität genießen. Ziel ist es, eine fahrradfreundliche Stadt zu werden, die mehr Lebensqualität für die Bürger bietet.

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Gewerbegebiet Osterwiesen: Schottermaterial per Binnenschiff?

Wie bekannt wurde, hat die Firma Manzke, die im Winsener Gewerbegebiet Osterwiesen einen Umschlagplatz für Sand und Schotter betreibt, beim Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg einen Antrag auf eine Ent- und Verladestelle am Ilmenaukanal in Höhe ihres Werksgeländes gestellt. Per Binnenschiff könnte die Belieferung auch der Firma Bunte mit den benötigten Schotter für den Straßenbau erfolgen. Weitere Informationen dazu demnächst.

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Asphaltmischwerk im Gewerbegebiet Osterwiesen

Das Unternehmen Bunte aus Papenburg will im Gewerbegebiet Osterwiesen in Winsen ein Asphaltmischwerk errichten. Für die Genehmigung ist das Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg zuständig.

  1. Es fehlen Unterlagen zu den Emissionen und zur Problematik von Quecksilberanfall (Verbrennung von Braunkohlestaub).
  2. Es ist damit in Laßrönne und Tönnhausen mit erheblichen Geruchsbelästigungen (Teer) zu rechnen.
  3. Bei der Höhe der Anlage in den Osterwiesen bestehen erhebliche Bedenken.
  4. Lkw-Verkehr von 70 pro Tag kann nicht stimmen. Nach Betreiberangaben können 320t pro Stunde herstellt werden, das entspricht 15 Lkw plus Leerfahrten = 30 Lkw pro Stunde. Dazu kommen Materialtransporte (Gestein, Braunkohlenstaub, Schweröl) und die Leerfahrten dazu. Insgesamt können so ca. 70 Lkw pro Stunde zusammenkommen.
  5. Eine Ansiedlung in einem anderen Gewerbegebiet – auch außerhalb Winsens – erfolgte wegen der Höhenbegrenzungen in den Gewerbegebieten nicht. Im Gewerbegebiet Osterwiesen besteht kein Bebauungsplan mit Höhenfestsetzungen. Einen Befreiungsantrag der Festsetzungen im Bebauungsplan hätte die Stadt allerdings nicht zu genehmigen brauchen. Die Firma Bunte hat hier mit der der Firma Manzke eine Lücke gefunden. Wenn die Stadt dem Vorhaben nicht zugestimmt hätte, wäre die Einvernehmensersetzung durch das Gewerbeaufsichtsamt reine Formsache gewesen. Diese Darstellung ergab sich, nachdem die GRÜNE/LINKE-Gruppe im Verwaltungsausschuss beantragte, grundsätzlich nur eine Ansiedlung im Gewerbegebiet Luhdorf direkt an der Autobahnabfahrt und die Ablehnung im Gewerbegebiet Osterwiesen zu beschließen. Da aber in Luhdorf im Bebauungsplan eine Höhenbeschränkung gilt, konnte das Werk dort so nicht einfach genehmigt werden. es zeigt sich, dass hier mindestens eine Zurückstellung bis zur nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses, wenn nicht sogar eine Veränderungssperre hätte beschlossen werden sollen.

Weiterhin wollte die GRÜNE/LINKE-Gruppe, dass anstatt des Einsatzes von Braunkohlenstaub und Schweröl Gas eingesetzt wird. Die Firma Bunte lehnt den Einsatz von Gas als zu teuer ab. Dafür dürfen die Bürger das Risiko von Quecksilberemmissionen tragen.

Weitere Infos auf der Seite Bürgerprotest Stadthagen

Bernd Meyer

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